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RWE: Leitwolf Kühne ist Aufstiegsexperte
"Will nicht nur eine Spielzeit in Essen auflaufen"

RWE: Leitwolf Kühne ist Aufstiegsexperte
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Der Mann ist so was wie ein Aufstiegsexperte: Stefan Kühne! Der Neuzugang von Carl-Zeiss Jena schaffte das Kunstück bereits dreimal in seiner Karriere:

Mit Mainz 05 A (2003, Regionalliga), mit den 05-Profis (2004, Bundesliga), mit Jena (2006, 2. Liga). Drei Gründe, den Mittelfeldakteur zu holen. "Ich hoffe doch, das bleibt bei mir so", grinst Kühne vor sich hin, "für uns darf es doch gar nichts anderes geben, als sofort diese Klasse zu verlassen." Und natürlich darf man gerade jetzt auch überhaupt nichts anderes von sich geben, die Atmosphäre rund um die Hafenstraße verträgt kaum andere Formulierungen.

Kühne macht klar, er ist absolut davon überzeugt, den richtigen Schritt in Richtung Ruhrgebiet vollzogen zu haben. "Ich hätte auch in die 3. Liga gehen können, aber das waren alles Clubs, die sagten, ihnen würde auch Mittelmaß reichen." RWE will – muss – genau davon weg. Der dreifache Bundesligaspieler: "Bei RWE hat alles gepasst. Ich war mit Jena hier, bei dem 4:4 dachte ich mir schon: Einmal bei diesem Club vor so vielen geilen Fans. Wir gehen das jetzt an." Kühne ist schon länger im Geschäft, er weiß, welche Worte wichtig sind.

In der Jugend ist er beim SV Bieberich und der SpVgg Sonnenberg groß geworden: Vergangenheit, jetzt zählt der Schauplatz in Bergeborbeck. "Mit der Verpflichtung ging das fix. Ein Angebot aus Kiel hatte ich auch, aber Thomas Strunz bemühte sich, das fand ich gut. Man wollte mich unbedingt, das stand für mich im Vordergrund. Der Trainer sagte mir dann deutlich, was er von mir verlangt." Nämlich die Ausfüllung einer Führungsrolle. "Man hat mir natürlich gesagt, ich soll voran gehen. Das hätte ich aber sowieso gemacht, ein bisschen Erfahrung habe ich ja mittlerweile", legt sich Kühne fest. Der gebürtige Wiesbadener bleibt in der richtigen Spur: "Ich habe mir drei Ziele gesteckt:

Aufstieg mit RWE, die Trainerscheine bis zur A-Lizenz und der Start eines Fernstudium im Sportmanagement." Auch die Reihenfolge ist richtig. Kühne weiter: "Wenn nur der Aufstieg klappt, wäre das auch super. Dann habe ich noch ein Jahr Zeit, das andere nachzuholen." Weil sich sein Einjahresvertrag dann optional verlängert. "Ich will bestimmt nicht nur eine Spielzeit in Essen auflaufen."

Vorab war der Ex-Kieler gelernter Offsetdrucker. "Das machte auch Spaß." Jetzt ist er Fachmann für den Ligasprung. "Wir haben ein Gerüst im Team, das sieht gut aus", sammelte Kühne bislang nur prima Eindrücke. Einen Silvio Pagano, der aus Verl kam, kannte er aus gemeinsamer CZ-Zeit.

Am Nachmittag, nach der letzten Einheit, führt der Weg in sein Hotel nahe der Gruga. Aktuell mit Besuch: Freundin Sina kommt an jedem Wochenende aus Wolfsburg. Seit sieben Monaten macht die Dame das, zuletzt nach Jena, jetzt in den Pott. "Bei Heimspielen wird sie bestimmt immer dabei sein." Dann aber mit der Chance, in Kühnes eigenen vier Wänden zu nächtigen. Der gibt zu: "Ich wäre froh, wenn ich bald meine eigene Wohnung hätte."

Eine Warteschleife, die aber den Optimismus des 27-Jährigen nicht schmälert: "Ich habe einen sehr positiven Eindruck, das hatte ich nicht gedacht. Alles geht sehr professionell zu, das habe ich vorab in Jena oder Kiel nicht erlebt." Noch ein Grund, sich fix vom viertklassigen Acker zu machen. Der 38-fache Zweitligaspieler weiter ohne Berührungsangst: "Es gibt nur dieses Ziel."

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