Kapitän Giuseppe Pisano und sein Sturmpartner Marlon Ritter sind nämlich so etwas wie der "RWE-Schreck". In den letzten sechs Vergleichen zwischen RWE und Gladbach II war Ritter vier- und Pisano fünfmal erfolgreich. Auch wenn dieser gleich vier Tore beim 6:1-Kantersieg in Essen (4. Mai 2013, Anm. d. Red.) erzielte. Doch die Zahlen lügen nicht.
Ähnlich sieht es Pisano. Der 27-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass die Spiele gegen Essen etwas Besonderes sind: "Dafür spielen wir doch Fußball, um vor solchen Kulissen wie in Essen oder Aachen auflaufen zu dürfen. Unser Grenzlandstadion ist auch schön und alle geben sich große Mühe, um optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber ein Spiel an der Hafenstraße ist da noch einmal eine andere Nummer. Wir freuen uns alle auf den Freitagabend."
Dass es diesmal zum Abstiegskandidaten Rot-Weiss Essen geht, interessiert Pisano nur am Rande. Denn auch er weiß, dass RWE von der zweifelsohne vorhandenen Qualität eigentlich nicht in diese untere Tabellenregion gehört. "Die Tabelle müssen wir am Freitag ausblenden. Es geht zu Rot-Weiss Essen und da ist es immer schwer zu gewinnen. Ich glaube, dass RWE bislang einfach kein Glück gehabt hat. Damit es läuft, musst du auch das nötige Fortune auf deiner Seite haben", sagt Pisano.
Dieses hatte der gebürtige Italiener auch nicht immer in seiner Karriere. Schambeinentzündungen und diverse Brüche sorgten dafür, dass der Angreifer seit sechs Jahren "nur" in der Regionalliga spielt. Dabei hat er auch auch eine Klasse höher (42 Spielen, zehn Tore) sein Können unter Beweis gestellt. Pisano, dessen Vertrag in Mönchengladbach bis zum 30. Juni 2017 gültig ist, erzählt: "Ich hatte viel Pech in meiner Karriere. Ich bin monatelang ausgefallen und musste mich immer zurückkämpfen. Wie jeder Fußballer habe auch ich von der ganz großen Bühne geträumt. So alt bin ich ja noch nicht, vielleicht geht es noch ein, zwei Ligen höher für mich."