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Schermbeck: Sieberts Spielraum ist aufgebraucht
Stroetzel kommen die Tränen

Schermbeck: Sieberts Spielraum ist aufgebraucht
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Er gilt seit jeher als das „Enfant terrible“ im Fußball. Und Sascha Siebert wird seinem Ruf auch in Schermbeck gerecht. Der Offensivallrounder hat eine Abmahnung erhalten und spielt nur noch auf Bewährung.

„Er hat wieder unentschuldigt beim Training gefehlt. Das konnten wir nicht dulden“, begründet Martin Stroetzel den Vorstandsentschluss. Und der Trainer des SVS berichtet: „Wenn ich mich nicht für ihn eingesetzt hätte, wäre er auch schon nicht mehr bei uns. Wenn er jetzt nicht Vollgas gibt, wird es eng für Sascha. Er hat keinen Spielraum mehr.“

Verständnis hat der Coach für den 31-Jährigen nicht. „Ich habe mein Leben mit meinen Stärken aufgebaut“, erzählt Stroetzel. „Mit dem was ich erreicht habe bin ich auch zufrieden. Aber Sascha stellt nicht seine Vorzüge heraus, sondern konzentriert sich immer auf andere Sachen, die dann nach hinten losgehen.“ Eine ernüchternde Feststellung muss der Coach auch beim Blick auf sein Team machen. „Mich beunruhigt, dass 50 Prozent der Vereine eine bessere Offensire haben, als wir eine Defensive. Das geht gar nicht.“

Bisher war die Abwehr immer das Prunkstück der Schermbecker, doch dieser Nimbus ist mit 28 Einschlägen nicht mehr existent. Und die katastrophale Rückwärtsbewegung wurde auch zuletzt gegen Wattenscheid deutlich. 2:0 führte der SVS zur Halbzeit, am Ende stand es 2:2. „Und wir können glücklich sein, dass wir nicht noch verloren haben“, runzelt Stroetzel die Stirn. „Wir verteidigen einfach zu schlecht, werden bestraft und sind dann sofort verunsichert.“

Besonders auswärts ist dieses Manko überdeutlich zu erkennen. Denn Schermbeck hat gerade einmal drei Remis in der Fremde eingefahren und steht in dieser Wertung nur noch vor dem FC Gütersloh (ein Punkt). „Da kommen mir die Tränen“, schluchzt Stroetzel. Besserung könnte nach der Pause durch die Verpflichtung von Gladbecks Abwehrchef Savas Turhal erfolgen, mit dem es bereits zwei Gespräche gab.

Doch am heutigen Sonntag gegen Velbert muss es auch ohne Blutauffrischung klappen. „Die SSVg ist maßgeschneidert für uns“, reibt sich Stroetzel die Hände. „Velbert versucht auch spielerisch mitzuhalten. Das kommt uns entgegen. Wir haben jetzt noch zwei Heimspiele. Die müssen wir gewinnen.“

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