Mit einem 6:5 entschied der Tabellenführer aus Wattenscheid den Krimi gegen den Verfolger für sich, ein entscheidender Erfolg auf dem Weg zum Aufstieg in die Eliteklasse.
Rolf Töpperwien, der die ZDF-Übertragung kommentierte, war angesichts des spektakulären Spielverlaufs phasenweise sprachlos, schließlich führte der Gastgeber bis kurz vor Schluss nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand mit 5:3. Daran wird sich Philipp Kunz nicht erinnern können, war der Schlussmann der NRW-Liga-Truppe von Dirk Helmig damals gerade mal zwei Jahre jung. Dafür weiß der Student, dass auch die Neuauflage am Freitag (19.30 Uhr, Lohrheidestadion) eine gewisse Brisanz mitbringen wird. „Das Wetter soll gut werden, vielleicht können wir ja an der 2.000er-Marke kratzen.“
Der 1:0-Erfolg in Dattenfeld vom Sonntag ist abgehakt. Kunz: „Als Dattenfeld in Unterzahl geraten ist, gab es einige heikle Situationen. Aber wir sind jung, uns fehlt da manchmal die Konsequenz und die Abgebrühtheit. Trotzdem hatten wir die Partie im Griff.“ Germania-Präsident Heinz Willmeroth sah das anders und bemühte im Rahmen der Pressekonferenz ein (leicht abgewandeltes) Krstajic-Zitat: „Wir haben mit 10 gegen 14 gespielt.“
Der Vorsitzende legte nach: „Als ich die Schiedsrichteransetzung gesehen habe, war mir schon klar, was passiert. Da hatte ich schon die Nase voll.“ Schiedsrichter Kevin Music kommt aus Herten, in den Augen des Funktionärs ein „Vorort von Wattenscheid“ - geographisch, als auch stilistisch ziemlich daneben. Kunz hält dagegen: „Der Platzverweis gegen Niewiadomski war eindeutig, auch den Elfmeter kann man geben. Ich würde ihm da keine Fehlentscheidung unterstellen, von Bevorteilung habe ich nichts gesehen.“