Durch das 2:0 (1:0) beim 1. FC Viersen haben sich die Linksrheinischen eine Runde vor Saisonschluss den ersten Platz erobert, da der bisherige Primus 1. FC Kleve seine Hausaufgaben beim FSV Duisburg nur mangelhaft einreichte.
„Wir haben es jetzt im letzten Spiel zuhause gegen den FSV Duisburg in der eigenen Hand. Das sind genau die Spiele, für die man Fußballer ist. Wir müssen auf kein anderes Ergebnis schauen, sondern nur auf uns“, sagt VfB-Trainer Stefan Janßen, der so eine Konstellation in seiner Trainerlaufbahn noch nicht hatte: „Die Ausgangslage ist nicht nur für mich als Coach, sondern auch für alle anderen besonders. So ein echtes Finale haben nicht nur wir uns verdient, sondern auch die Jungs vom FSV, die wirklich eine starke Serie hingelegt haben. Schade ist nur, dass am Ende ein Team im direkten Aufstiegskampf auf der Strecke bleibt. Und der Dritte bekommt den Holzpokal.“
Sollten die Homberger im letzten Ligaspiel noch von Platz eins auf Relegationsrang zwei rutschen, wartet in zwei Entscheidungsspielen der Cronenberger SC, der sich den Vizetitel durch ein 7:0 über Rath in der Parallelgruppe sicherte. Stefan Janßen: „Wir haben Infos über Cronenberg, würden also nicht im Blindflug gegen sie antreten. Wenn alles so läuft, wie wir uns das erhoffen, benötigen wir die Details über Cronenberg aber gar nicht.“
In Viersen ließen Thomas Schlieter & Co. im Vergleich zum wankelmütigen Goch-Auftritt (4:3) nichts anbrennen. Nach 18 Minuten schaltete Dennis Wibbe schnell, nahm einen Abschlag des FC-Torwarts auf, ließ zwei Gegner stehen und lupfte zur Führung ins Netz. „Viersen hat in der 41. Minute durch einen Freistoß das erste Mal auf unser Tor geschossen. Sonst haben wir nichts zugelassen. Das war eine überragende erste Halbzeit von uns“, lobte Stefan Janßen.
Mit der Halbzeitpause setzte der große Regen ein, was die spielerische Linie zwangsläufig zum Erlahmen brachte. „Viersen war sehr aggressiv, hat viel gegrätscht, aber wir haben zu 100 Prozent dagegengehalten“, bilanzierte der VfB-Coach, der auf seinen Stammspieler Ogi Cuhaci (Muskelfaserriss) verzichten musste und stattdessen Stefan Schindler in die Anfangself beorderte. Schindler erledigte seinen Job im Mittelfeld ordentlich, bevor Konterspieler Sebastian Santana seinen Platz einnahm. Den Deckel drauf machte aber nicht Santana, sondern Verteidiger Timo Welky, der neun Minuten vor Abpfiff im Anschluss an eine Ecke aus 18 Metern einnetzte. Am kommenden Sonntag trifft Welky mit dem VfB auf seinen Ex-Klub FSV Duisburg . . .