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Duisburg: Hamborns "Zwote" auf der Überholspur
"Die Elf kann sich selbst aufstellen"

Duisburg: Hamborns "Zwote" auf der Überholspur
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Zwischenzeitlich drohte die Staffel 2 der A-Liga langweilig zu werden. Zu überlegen präsentierte sich B-Liga-Aufsteiger Hertha Hamborn. Doch seit dem letzten Spieltag hat sich ein anderes Team die Spitzenposition erobert. Die Reserve-Elf der Sportfreunde Hamborn steht in der Liga nun da, wo eine Klasse höher auch die erste Mannschaft der Gelb-Schwarzen steht.

Grund genug für Hamborns Sportlichen Leiter Frank Golomb, zumindest kurzzeitig einmal zu träumen: "Sollten wir im kommenden Sommer einen doppelten Aufstieg feiern können, wäre das wunderbar." Doch bis dahin stehen noch einige Matches auf dem Programm. Das weiß auch Ali Güzel, seit zwei Jahren Coach bei Hamborns zweiter Garde.

Ist mit dem momentanen Lauf seiner Elf voll zufrieden: Hamborns Trainer Ali Güzel.

Den momentanen Erfolg führt der gebürtige Duisburger vor allem auf drei Faktoren zurück: "Fleiß, Disziplin und Geduld sind die drei wichtigsten Eigenschaften überhaupt", betont der 44-Jährige. Arbeit gab es in den letzten zwei Jahren demnach dann auch genug. "Am Anfang meiner Tätigkeit musste ich erst einmal ein paar Spieler aussortieren", erinnert sich Güzel und betont: "Bei diesen Jungs lag es nicht an fußballerischen Defiziten, sondern sie haben charakterlich nicht zu uns gepasst."

Der Trainer schiebt nach: "Meine jetzige Elf gibt niemals auf, ist extrem diszipliniert und spielt mit viel Geduld. Alles Eigenschaften, die man auch im Leben abseits des Platzes braucht, um bestehen zu können." Und Coach Güzel lebt das vor. "Ich engagiere mich bei Thyssen im Betriebsrat, versuche soziale Belange der Arbeiter zu fördern und halte es darüber hinaus für ganz wichtig, dass ein Trainer seiner Elf ein Vorbild ist."

Der Familienvater gibt ein hoch aktuelles Beispiel: "Jede Woche erlebe ich wie junge Schiedsrichter angegangen werden. Nicht selten geschieht das von Seiten der Trainer. Ich finde das verantwortungslos. Wenn Verantwortungsträger so aus der Rolle fallen, muss man sich nicht wundern, wenn es die, für die sie die Verantwortung tragen, auch tun." Doch Güzel nimmt sich keinesfalls zu wichtig und sagt sogar: "Wenn eine Mannschaft so funktioniert wie meine momentan, kann sich die Elf auch von alleine aufstellen."

Also wäre er dann überflüssig? "Nein, nein", schränkt der Schalke-Fan ein und ergänzt: "Die eine oder andere Korrektur muss ich als Trainer schon vornehmen können." So lange seine Arbeit weiter so erfolgreich ist, wird am Holtkamp niemand etwas dagegen haben. Und wenn Güzel und sein Team sogar den Aufstieg schaffen, müsste nur noch die "Erste" ihren Teil zum Schwarz-Gelben "Doppelerfolg" beitragen. Treffend dazu sagt der Linienchef dann auch: "Es gibt keine Mannschaft die nicht aufsteigen möchte."

Stimmt, und vielleicht kommt der eine oder andere Aufsteiger im Sommer ja tatsächlich vom Hamborner Holtkamp.

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