Zur Erleichterung der Aufgabe beim Kellerkind trug auch der verletzungsbedingte Ausfall von Kevin Ingenhag und Max Peters nach rund 20 Minuten nicht bei. "Das sind zwei absolute Leistungsträger", klagte Trainer Ingenhag. Doch auch ohne die beiden Akteure sollte sich der TC Freisenbruch am Ende recht mühelos gegen harmlose Frohnhauser durchsetzen.
Die erste Halbzeit bot den rund 80 treuen Zuschauern, die trotz ungemütlicher Wetterbedingungen den Weg an die Hamburger Straße gefunden hatten, fußballerische Magerkost. Neben einer vergebenen Großchance für den Frohnhauser Uwe Herbst (6.) und einem Pfostenschuss von Philipp Hollweg auf der anderen Seite (42.), blieben die Strafraumszenen fast ganz aus.
Wenn es der Partie in Hälfte zwei zwar auch weiterhin an spielerischer Klasse mangelte, nahm die Begegnung zumindest etwas Fahrt auf. Das war vor allem den Gästen zu verdanken, die sich ein optisches Übergewicht erspielten und folgerichtig in Führung gingen. Sven Boltz war nach einem Freistoß mit dem Kopf zur Stelle (65.). Nun brachen bei den Hausherren alle Dämme. "In der zweiten Halbzeit hatten wir nichts mehr zuzusetzen", bestätigte Frohnhausens Sportlicher Leiter Rainer Mölenkamp. Die Folge waren drei weitere Treffer binnen sieben Minuten: Philipp Hollweg (73.), Erhan Yenicil (74., Foulelfmeter) und Christian Dreyer (80.) besorgten den 4:0-Endstand. "Da hatten wir das Sagen auf dem Platz", fasste TC-Coach Ingenhag zusammen.
Die Truppe vom Bergmannsbusch feiert damit den höchsten Saisonsieg und ist seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen. Für den VfB Frohnhausen steht dagegen weiter Bezirksliga-Überlebenskampf auf dem Programm. Da wird der Rücktritt von Trainer Ernst Otten vor Wochenfrist die Situation des Bezirksliga-Dreizehnten nicht unbedingt erleichtern: "Wir vermissen den Trainer an der Seitenlinie. Wichtig wird nun aber sein, dass alle voll beim Training mitziehen", so der Sportliche Leiter Mölenkamp.