Für den VfL Bochum war es ein bitterer Spieltag. [article=515901]Erst verlor der Aufstiegsanwärter im Spiel gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV (0:2) am vergangenen Freitag nach 35 Minuten mit Danny Blum eine wichtige Stütze per Roter Karte.[/article] Rund 75 Minuten später war dann auch klar, dass die Hanseaten drei Punkte von der Castroper Straße entführen konnten und somit auf zwei Punkte Abstand an die Bochumer heranrückten.
Hinzu kommt der Faktor, dass Holstein Kiel aufgrund der abgesagten Partie gegen den 1. FC Heidenheim als Drittplatzierter nun ein Spiel weniger auf dem Konto hat und mit 46 Punkten derzeit die beste Ausgangslage genießt. Da die Zweite Liga am Ende der Saison jedoch zwei Aufsteiger vorsieht, ist für den VfL rein gar nichts verloren.
Voraussetzung für den Saison-Endspurt ist allerdings, dass die Equipe von Thomas Reis nicht mehr allzu viele Punkte im Kampf an der Spitze liegen lässt, um das große Ziel des Aufstiegs noch zu erreichen. RevierSport wirft einen Blick auf das Bochumer Rest-Programm.
Montagsspiel in Düsseldorf, dann Gipfel-Duell gegen Kiel
Auch der Tabellensechste Fortuna Düsseldorf befindet sich noch in entfernterer Lauerstellung auf einen möglichen Aufstiegsplatz. Mit 40 Punkten ist die Mannschaft von Uwe Rösler im heimischen Stadion eine hohe Hürde für Reis und sein Team. Das Spiel findet zum Abschluss des 26. Spieltags unter Flutlicht am Montagabend statt.
Dass der VfL in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt dreifach punktet erscheint vor dem Hintergrund des danach anstehenden Spitzenspiels gegen Kiel umso bedeutungsvoller. Am 3. April reisen die Störche zum aktuellen Tabellenführer. Eine Partie, in dem beiden Aufstiegsaspiranten ein dickes Ausrufezeichen im Rennen um die ersten beiden Plätze gelingen kann.
Machbare Pflichtaufgaben: Paderborn, Hannover, Heidenheim
Im Anschluss an das Duell mit den Norddeutschen wartet für Bochum der SC Paderborn. Dieser hat sich im Duell mit dem FC St. Pauli (2:0) am vergangenen Montag der größten Abstiegssorgen entledigt und kann fortan mutmaßlich befreiter aufspielen. Das Hinspiel entschieden die Ruhrgebietler deutlich mit 3:0 für sich.
Ähnlich sieht die Situation auch für die darauffolgenden Partien gegen Hannover 96 und den 1. FC Heidenheim aus. Beide Mannschaften stehen ebenfalls im gesicherten Mittelfeld, sind durch die Ansprüche von Reis und Co. jedoch ein absolutes Muss für weitere Siege.
Endspurt gegen vier Kellerkinder
Aus objektiver Sicht mag es für Bochum vielleicht nach klaren Voraussetzungen aussehen. Auf der Zielgeraden der Saison trifft der VfL auf vier Gegner, die gegenwärtig im unteren Tabellendrittel stattfinden. Aber genau deshalb sind die letzten Bochumer Kontrahenten auch so gefährlich. Jeder der vier Klubs könnte bis zum letzten Spieltag noch um alles kämpfen und dem Verein von der Castroper Straße so das Leben schwer machen.
Den Anfang könnte hierbei der SV Darmstadt 98 machen, der sich mit 31 Punkten und acht Zählern Vorsprung auf Platz 16 allerdings aktuell in der komfortabelsten Lage befindet. Auch der SSV Jahn Regensburg, dessen Gegner Bochum am 32. Spieltag ist, ist dem Relegationsplatz sechs Punkte voraus.
Anders sieht die Situation beim VfL-Gegner des 33. Spieltags aus. Auch beim 1. FC Nürnberg hat sich das Abstiegsgespenst noch nicht endgültig verabschiedet, was es für Bochum am 16. Mai nicht einfacher machen könnte. Gegen den akut abstiegsgefährdeten SV Sandhausen könnte die Reis-Elf am letzten Spieltag bereits einen entspannten Sonntagnachmittag als designierter Aufsteiger im heimischen Stadion genießen.
[url=/fussball/2bundesliga-2021-spieltag.html]Hier geht es zur Tabelle der 2. Liga[/url]
Das VfL-Rest-Programm im Überblick
Mo., 22.03.2021 Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum
Sa., 03.04.2021 VfL Bochum - Holstein Kiel
Sa., 10.04.2021 SC Paderborn - VfL Bochum
So., 18.04.2021 VfL Bochum - Hannover 96
Mi., 21.04.2021 1. FC Heidenheim - VfL Bochum
So., 25.04.2021 SV Darmstadt 98 - VfL Bochum
So., 09.05.2021 VfL Bochum - SSV Jahn Regensburg
So., 16.05.2021 1. FC Nürnberg - VfL Bochum
So., 23.05.2021 VfL Bochum - SV Sandhausen