Es war die goldene Zeit der jüngeren Vereinsgeschichte. Der VfL Bochum spielte zwischen 2002 und 2010 - mit einer einjährigen Zweitliga-Unterbrechung - in der Bundesliga, preschte unter Peter Neururer sogar bis in den UEFA-Cup vor und mimte oft den Favoritenschreck. Ins Ruhrstadion reisten die wenigsten Gegner gerne.
In der Spielzeit 2006/07 stellte der VfL mit Theofanis Gekas den Torschützenkönig der Bundesliga. Der Grieche erzielte 20 Treffer und ging nach der Saison für 4,7 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen. Für keinen Spieler nahm Bochum mehr Geld ein. Die Daten stammen vom Portal "Transfermarkt".
Ebenfalls zur Werkself zog es Paul Freier drei Jahre zuvor. Bayer überwies 3,5 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler. Für Leon Goretzka, dieser ging zum FC Schalke, kassierte Bochum 3,25 Millionen Euro. Der heutige Marktwert des Nationalspielers und Bayern-Profis liegt bei 50 Millionen Euro.
Zugänge aus Dänemark
In der dänischen Eliteklasse brachte es Tommy Bechmann auf eine starke Torquote. Der VfL schlug im Sommer 2004 zu. Für 1,5 Millionen Euro. Für den Pott-Klub erzielte der Däne in 91 Spielen 15 Tore. Genauso teuer war Georgi Donkov. Der Bulgare kam bereits 1996 von Levski Sofia an die Castroper Straße. Und blieb dort zwei Jahre. Aus Dänemark holte Bochum zudem Peter Graulund. Er wurde 2001 für 1,45 Millionen Euro von Bröndby Kopenhagen nach Bochum transferiert.
Interessant: Der VfL Bochum tätigte keinen der teuersten zehn Einkäufe der eigenen Vereinshistorie im vergangenen Jahrzehnt. Marco Stiepermann, der 2016 für 850.000 Euro aus Fürth kam, bringt es lediglich auf Rang elf im Gesamtranking.
Die Rekordtransfers im Überblick
Die teuersten drei Einkäufe Tommy Bechmann - 1,5 Millionen Euro (2004/05) Georgi Donkov - 1,5 Millionen Euro (1996/97)
Peter Graulund - 1,45 Millionen Euro (2001/02)
Die teuersten drei Abgänge Theofanis Gekas - 4,7 Millionen Euro (2006/07) Paul Freier - 3,5 Millionen Euro (2003/04) Leon Goretzka - 3,25 Millionen Euro (2016/17)