Nach zwei Profi- und sieben Regionalliga-Einsätzen in der Hinrunde verlies Justin Heekeren den FC Schalke 04 im Winter auf Leihbasis in Richtung Belgien. Beim Zweitligisten Patro Eisden Maasmechelen hat sich der 23-jährige Torwart schnell gut eingefunden.
Seit seiner Ankunft ist er absolut gesetzt und unterstreicht seine Rolle als klare Nummer eins mit guten Leistungen. In acht Einsätzen blieb Heekeren starke fünf Spiele ohne ein Gegentor, musste insgesamt erst sechsmal hinter sich greifen und sich mit seinem Team nur einmal geschlagen geben. Auf Platz fünf liegend hat er mit dem Aufsteiger noch alle Chancen auf den direkten Durchmarsch. Die ersten beiden Teams schaffen den direkten Sprung ins Oberhaus, die Plätze drei bis sechs ermitteln in Playoffs einen Teilnehmer an der Relegation.
Spielpraxis auf unterem Zweitliga- bis oberem Drittliga-Niveau
In einem Interview mit der "Rheinischen Post" blickte Heekeren auf seine Anfangszeit in Maasmechelen zurück. "Ich habe Spielpraxis auf sehr, sehr gutem Niveau. Das ist genau das, was alle Beteiligten wollten", erklärte der Keeper und gab sich überrascht von der zweiten belgischen Liga: "Ich wusste nicht, dass die Qualität auf so einem hohen Level ist, auch wenn ich mir vorher ein paar Spiele angeguckt habe. Man kann es mit der unteren zweiten und oberen dritten Liga in Deutschland vergleichen."
Auch ein Verbleib und Spielpraxis in der Schalker U23 seien im Winter eine Option gewesen. "Aber ich wäre dann auf der Stelle getreten, zumal ich die Regionalliga auch schon lange kenne und mich weiterentwickeln möchte. Mein Torwarttrainer hat auch gesagt, dass es Sinn macht, aus der Komfortzone Schalke rauszukommen und sich etwas zu trauen", erklärte Heekeren, dessen Zwischenfazit positiv ausfiel: "Die Leihe zahlt sich bislang voll aus."
Mein ganz klares Ziel ist weiterhin, dass ich die Nummer eins auf Schalke werden will.
Justin Heekeren
Schon im Sommer wird er wieder in Schalke aufschlagen - und das mit großen Ambitionen: "Mein ganz klares Ziel ist weiterhin, dass ich die Nummer eins auf Schalke werden will. Ich glaube, das ist auch nicht so unrealistisch in Zukunft."
Dass diese Schalker Zukunft auch in der neuen Spielzeit noch in der 2. Bundesliga liegt, darum mache sich Heekeren keine Sorgen. "Klar ist es eine schwierige Phase. Ich bin etwas fernab, was vielleicht auch nicht so schlecht ist. Für die Spieler ist es nicht einfach. Aber es ist eine deutliche Steigerung zu sehen", gab sich der 23-Jährige optimistisch. "Die Jungs müssen zusehen, dass sie als Team geschlossen da unten rauskommen."