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Machtkampf bei 1860
Ismaik geht auf Präsident Schneider zu

1860 München: "Projekt noch lange nicht vorbei"
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Der jordanische Investor Hasan Ismaik schlägt im Machtkampf mit Präsident Dieter Schneider, dessen Rücktritt er gefordert hatte, plötzlich versöhnliche Töne an.

"Ich will mit 1860 Erfolge feiern und Schneider doch auch. Deshalb werde ich auch weiterhin die Zusammenarbeit mit ihm versuchen. Meine Tür steht für ihn immer offen. Wenn jeder in sich geht und und sich genau überlegt, was er will, kommen wir zusammen", sagte Ismaik (36) im Bild-Interview. Er möge keine "Machtspielchen", Schneider müsse ihm vielmehr glauben, "dass ich weder den Verein überschulden, noch ruinieren möchte. Ich sorge dafür, dass die Löwen niemals wieder zahlungsunfähig werden oder das Chaos herrscht", führte der arabische Geschäftsmann weiter aus.

"Ich werde den Verein immer unterstützen"

Ein Ausstieg bei den Löwen sei für ihn deshalb kein Thema, er mache "auf jeden Fall" weiter. "Ich will keine Macht, sondern Partner, mit denen ich mich austauschen kann. Für mich ist das Projekt noch lange nicht vorbei. Ich werde den Verein immer unterstützen, denn ich will eines Tages mit den Löwen Champions League spielen."

Die Zeichen scheinen nach dem jüngsten Zerwürfnis in der Tat auf Annäherung zu stehen. Am Mittwochabend hatte es im Büro des Ismaik-Vertrauten Hamadi Iraki zudem ein Schlichtungsgespräch mit den Verantwortlichen der Sechziger um Schneider gegeben, nachdem Iraki am Dienstag mehrere Stunden mit Ismaik die zerfahrene Situation erörtert hatte. Dabei soll ein Kompromiss gefunden worden sein, der unter anderem vorsieht, dass Ismaik seine Rücktrittsforderungen zurücknimmt und der Dreijahresplan wiederbelebt wird.

Noch am Montagabend hatte Ismaik, der 49 Prozent der stimmberechtigten Anteile des Klubs hält, nach einem Gespräch mit den Löwen das Vereinsgelände unter lautem Getöse verlassen. "Sehr schlecht" sei es gelaufen, hatte der Jordanier erklärt und eine Unterredung mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) angekündigt: "Ich kann mit diesen Leuten hier nicht arbeiten."

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