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DFL und Sirius beenden Partnerschaft
Geschäftsgrundlage nicht mehr gegeben

DFL: Liga und Sirius beenden Partnerschaft
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Die Partnerschaft zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der Sportrechteagentur Sirius von Medienmogul Leo Kirch ist beendet.

Der Drei-Milliarden-Euro-Deal ist endgültig geplatzt: Am Donnerstag wurde der Schlussstrich unter die Partnerschaft der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit der Sportrechteagentur Sirius von Medienmogul Leo Kirch, der für die Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte von 2009 bis 2015 im Schnitt 500 Millionen Euro pro Saison vertraglich zugesichert hatte, gezogen. Ob eine Entschädigung gezahlt wurde, war zunächst unklar.

Sirius könnte die Garantiesumme nicht mehr refinanzieren, nachdem das Bundeskartellamt die "Empfehlung" ausgesprochen hatte, die Zusammenfassung von den Samstagsspielen in der Fußball-Bundesliga im frei empfangbaren Fernsehen auch ab 2009 vor 20.00 Uhr auszustrahlen. Somit war dem Deal mit Sirius quasi die Geschäftsgrundlage entzogen worden. Es war ursprünglich angedacht, Bilder im Free-TV erst zu einem späteren Zeitpunkt am Samstagabend auszustrahlen.


Ein Ende der Partnerschaft hatte sich bereits vor Wochen abgezeichnet. Den Wettbewerbshütern war offenbar die Zentralvermarktung durch Sirius ein Dorn im Auge. Die DFL wird die Bundesliga-Rechte 2009 bis 2012 laut Sport Bild voraussichtlich in Eigenregie - ohne einen Zwischenhändler - im November ausschreiben. Eine Ankündigung der Ausschreibung muss laut EU-Richtlinien vier Wochen zuvor erfolgen. Zwar hatte es bereits im April eine Ankündigung der Ausschreibung gegeben, doch damals hatten sich die Interessenten noch bei Sirius registrieren lassen müssen.

Einiges deutet darauf hin, dass die ARD-Sportschau auch weiterhin als Erstverwerter im frei empfangbaren Fernsehen ab 2009 zum Zuge kommt. Premiere ist einziger ernstzunehmender Bewerber für die Rechte im "Bezahlfernsehen". Die DFL hatte verschiedene Modelle den Pay- und Free-TV-Markt entwickelt. Bislang kassieren die 36 Profi-Klubs rund 420 Millionen Euro pro Saison aus der Inlands-TV-Vermarktung, Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge brachte die Summe von 409 Millionen Euro in Umlauf. Selbst diese Summe dürfte angesichts der veränderten Ausgangslage für die Zukunft kaum mehr realisierbar sein - zumal die Zeit drängt und die Ausschreibung noch nicht vollzogen werden konnte.

Christian Seifert, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, ist nun gefordert. Schließlich müssen die Klubs im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die Saison 2009/2010 wissen, mit welchen Geldern aus der TV-Vermarktung sie rechnen können. "Es muss das Ziel sein, zumindest den Status quo von 409 Millionen Euro für die Inlandsrechte zu erhalten", hatte Rummenigge, gleichzeitig auch Ligavorstandsmitglied, Sport Bild gesagt. Der knapp 82-jährige Kirch wollte mit seiner Firma als Bundesliga-Vermarkter sein Comeback geben. Die Insolvenz von KirchMedia hatte den deutschen Profi-Fußball 2002 in schwere wirtschaftliche Turbulenzen gestürzt. Deshalb gab es bei einigen Klubs auch Bedenken, als die erneute Zusammenarbeit mit Kirch beschlossen wurde.

Vor knapp drei Jahren war die Bundesliga-TV-Rechte auch erst am 21. Dezember 2005 relativ kurzfristig vergeben worden. Damals gab es in arena ein Konkurrenz-Unternehmen zum Pay-TV-Platzhirsch Premiere. Um geringere Einnahmen im Bundesliga-TV-Bereich auszugleichen, wird derzeit über die Wiedereinführung des Ligapokals in der DFL diskutiert. Von Seiten einiger Klubs war zudem das Thema Aufstockung der Profi-Ligen von 18 auf 20 Vereine angesprochen worden.

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