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Derby-Zeit in der Bundesliga
Erstmals drei Sonntagsspiele

Bundesliga: Derby-Fieber bei Sonntagsspielen
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Heute ist Derbytag: Zum Abschluss des fünften Bundesliga-Spieltages geht es ab 17.00 (live bei Premiere) im Norden und im Süden heiß her.

Gleich zwei Lokalduelle bringen das Fan-Blut in Wallung, dazu kommt der Dortmunder Versuch, die Europacup-geschädigte Borussen-Seele zu kurieren.

"Ich kann versichern, dass so etwas nicht noch einmal passieren wird", sagt BVB-Trainer Jürgen Klopp über das 0:2 seiner Mannschaft im UEFA-Cup gegen Udinese Calcio. Beim Aufsteiger 1899 Hoffenheim soll seine Elf Wiedergutmachung betreiben und den zumindest in der Liga ordentlichen Saisonstart um ein erfolgreiches Kapitel ergänzen.


Allerdings plagen Klopp große Personalsorgen. Mohamed Zidan und Mats Hummels haben sich gegen Udine verletzt und sich in das ohnehin bereits überfüllte Lazarett zu Delron Buckley, Patrick Owomoyela und Dede gesellt. Zudem droht der Ausfall des erkrankten Robert Kovac. Klopp hofft deshalb, Stürmer Alexander Frei endlich wieder in die Startelf berufen zu können. "Er ist ein Aspirant, um von Beginn an zu spielen", sagt er über den Schweizer. Frei soll die Offensive beleben, die löchrige Abwehr soll das Team im Verbund stabilisieren. "Wir müssen im Block besser agieren und an Zweikampfhärte zulegen", fordert Klopp.

Dabei könnte dem BVB entgegenkommen, dass auch Hoffenheim mit personellen Problemen kämpft. Chinedu Obasi und Luiz Gustavo sind angeschlagen. Zudem mussten unter der Woche die Verteidiger Andreas Ibertsberger und Per Nilsson wegen einer Grippe mit dem Training aussetzen. Mit Hoffenheims Coach Ralf Rangnick hat Klopp übrigens noch eine alte Rechnung offen: Rangnick ließ das Talent Klopp einst bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart beim Probetraining durchfallen.

Das war vor über 20 Jahren, die Rivalität zwischen den Schwaben vom VfB und ihren badischen Nachbarn des Karlsruher SC ist dagegen noch etwas älter. Weil sich die Anhänger beider Klubs partout nicht ausstehen können und in der Vergangenheit häufig aneinandergeraten sind, spricht die Polizei von einem "Risikospiel". Auf dem Platz steht das Duell zwischen Nationalstürmer Mario Gomez und KSC-Verteidiger Maik Franz im Brennpunkt. Nach dem letzten Treffen hatte Gomez den "unfairsten Spieler der Liga" (Gomez über Franz) vor laufenden Fernseh-Kameras massiv beleidigt, mittlerweile sei die Sache aber "erledigt", sagt der 23-Jährige. Franz sieht das etwas anders: Er werde Gomez sicher nicht zum Trikottausch bitten, meinte "Iron Maik" - "aus Respekt vor unseren tollen Fans".

Etwas weniger verbissen sehen die Anhänger des VfL Wolfsburg ihr Verhältnis zum Hamburger SV. Beim bislang letzten Nordderby kam es dennoch zu unschönen Szenen - allerdings auf dem Platz mit vier Roten Karten. "So etwas wird nicht wieder vorkommen. Sowohl bei uns als auch beim HSV steht das spielerische Element im Vordergrund", sagt VfL-Trainer Felix Magath.

Der ehemalige Hamburger sieht im HSV einen "Favoriten auf die Meisterschaft", will aber wie beim 1:0 im UEFA-Pokal gegen Rapid Bukarest "zu Null spielen". Auch beim HSV stand im Europacup gegen Unirea Urziceni die Null - jedoch auf beiden Seiten. Deshalb hofft Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer auf eine Leistungssteigerung der Offensive. "Wir müssen zum richtigen Zeitpunkt unsere Nadelstiche setzen und unsere Chancen nutzen", fordert er.

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