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Adler empfängt Enke zum Duell um die Nummer eins
"Diesen Willen und diese Begeisterung brauchen wir"

Leverkusen: Adler empfängt Enke zum Duell um die Nummer eins
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Heute wird in der BayArena der fünfte Spieltag mit der Partie zwischen Bayer Leverkusen und Hannover 96 (20.30 Uhr/live bei Premiere) angepfiffen.

Besonders Bundestrainer Joachim Löw wird sich das direkte Duell um die Nummer eins im deutschen Tor zwischen Rene Adler und Robert Enke nicht entgehen lassen. Schließlich steht am 11. Oktober das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Russland in Dortmund auf dem Plan.

Und auf die beiden Rivalen könnte ein arbeitsreicher Abend zukommen, schließlich trifft der beste Angriff der Liga (Leverkusen mit elf Toren) auf die geballte Offensivabteilung der 96er (zuletzt 5:1 gegen Gladbach). "Hannover ist sehr angriffsstark, aber wir haben bislang jeden Gegner beherrscht und hätten zwölf Punkte haben können", äußert sich Bayer-Coach Bruno Labbadia optimistisch. Dass es nur sechs Punkten wurden, lag insbesondere an der allzu sorglosen Einstellung der Leverkusener Hintermannschaft, die bereits acht Gegentore zuließ. "Die Gegentore lagen nicht an unserer offensiven Ausrichtung. Wir waren nicht konsequent genug im Abwehrverhalten. Rene Adler musste beispielsweise in Hamburg nur zwei Bälle halten", bemängelte Labbadia.

Mit einer sattelfesten Abwehr ist aber auch gegen Hannover nicht unbedingt zu rechnen. Dafür sind die Personalprobleme bei Bayer im Defensivbereich zu groß. Innenverteidiger Manuel Friedrich ist nach seiner Gelb-Roten Karte in Hamburg (2:3) gesperrt, zudem droht Gonzalo Castro (Muskelfaserriss im Oberschenkel) auszufallen.

Die Langzeitverletzten Vratislav Gresko, Hans Sarpei (beide Trainingsrückstand nach Knieverletzungen) und Lukas Sinkiewicz (Reha nach Kreuzbandriss) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. So könnte der 19-jährige Stefan Reinartz sein Bundesliga-Debüt geben. Verletzungssorgen hat aber auch Hannover. Die beiden Mittelfeldspieler Arnold Bruggink (Entzündung an der Fußsohle) und Christian Schulz (Leistenzerrung) stehen nicht zur Verfügung, zudem ist der Einsatz von Abwehrspieler Mario Eggimann, Stürmer Mikael Forssell (beide Wadenverletzung) sowie Altin Lala, Mike Hanke und Chawdar Jankow (alle grippaler Infekt) fraglich.

Dafür ist das Selbstvertrauen bei den Niedersachsen mit dem Kantersieg gegen Gladbach zurückgekehrt. Vor allem der wiedererstarkte Ex-Nationalspieler Jan Schlaudraff hinterließ dabei einen glänzenden Eindruck. "Diesen Willen und diese Begeisterung brauchen wir, um auch aus Leverkusen etwas mitzunehmen", fordert 96-Trainer Dieter Hecking und warnt: "Wenn Bayer seinen Spielrhythmus findet, wird es sehr, sehr schwer."

Wohl wahr, Neuzugang Patrick Helmes ("Wenn wir so auftreten wie zuletzt, bleiben die drei Punkte in Leverkusen") und Stefan Kießling bilden mit zusammen sechs Toren den besten Angriff der Liga. Und dahinter war der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta auch schon zweimal erfolgreich.

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