Für rund zehn Millionen Euro kam Omar Mascarell im vergangenen Sommer zu Schalke 04. Der frühere Profi von Real Madrid wollte nach seiner Zeit in Frankfurt beim frischgebackenen Vizemeister den nächsten Schritt gehen.
Schalke stürzte allerdings ab - und auch für Mascarell persönlich lief es nicht gut. Mit Sebastian Rudy wurde am Ende der Transferperiode ein Konkurrent im zentralen Mittelfeld verpflichtet, obendrein verletzte sich der 26-Jährige in der Vorbereitung. Unter dem damaligen S04-Trainer Domenico Tedesco bekam er anschließend "nicht die Einsätze, die ich benötigt hätte, um Selbstvertrauen zu sammeln", sagt Mascarell nun im Gespräch mit Spox und Goal. "Es war ein hartes Jahr für mich."
Mascarell wollte nicht weglaufen
Nur auf vier Einsätze kam der Spanier in der Hinrunde, zwei davon in der Startelf. Kein Wunder, dass im Winter Transfergerüchte aufkamen. Mascarell wurde unter anderem mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht. Ein Vereinswechsel sei für ihn aber keine Option gewesen: "Ich wollte nicht weglaufen, weil ich wusste, dass ich gut genug bin, um hier zu spielen und meine Chance schon noch kommen würde."
Feier mit Fans nach Derbysieg für Mascarell "unglaublich"
Die kam, als Huub Stevens am Anfang des Jahres das Traineramt übernahm. Der Interimscoach setzte auf Mascarell. Zwischen dem 27. und 33. Spieltag spielte er stets von Beginn an. Auch beim 4:2-Derbysieg gegen Borussia Dortmund, den Mannschaft und Fans anschließend zusammen in einer Kneipe feierten. Dieser Moment war für Mascarell "unglaublich. In diesem Moment habe ich wirklich realisiert, wofür Schalke 04 eigentlich steht: Arbeit, Zusammenhalt und Leidenschaft für den Fußball."
Unter David Wagner gehört der defensive Mittelfeldspieler bislang ebenfalls zum Stammpersonal. Die bisherigen Pflichtspiele bestritt er jeweils über die volle Distanz. Dazu ist Mascarell einer der beiden Vertreter von Kapitän Alexander Nübel und gehört zum Mannschaftsrat.
Auf die Frage, warum es für Schalke in der jetzigen Saison wieder aufwärts gehen soll, antwortete er bei Spox und Goal: "Die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Wir haben uns gut vorbereitet, gut verstärkt und eine neue sportliche Führung."