26.04.2018

KFC Uerdingen

Nun kommen auch die Zuschauer auf ihre Kosten

Foto: MaBoSport

Beim 3:2 (2:0)-Sieg des KFC Uerdingen bei der Reserve von Borussia Mönchengladbach überrollte die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer phasenweise ihren Gegner.

Die neue Krefelder Spielweise trägt die Handschrift von Trainer Stefan Krämer. Während unter Ex-Trainer Michael Wiesinger oft der unattraktive Spielstil der Mannschaft von der Grotenburg bemängelt wurde, blüht die Offensive des KFC unter dem neuen Trainer förmlich auf. Beim Gastspiel in Gladbach waren die Hausherren mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, als die Uerdinger schon die Kontrolle über das Spiel gewannen und sich dank eines Blitzstarts früh auf der Siegerstraße wähnten.

„Die erste Halbzeit war die Beste, seitdem ich hier bin“, gestand Krämer nach dem Spielende, ehe er sich ein weiteres Mal vom mitgereisten Anhang feiern ließ. Dabei hätte der zweite Durchgang dem ehemaligen Zweitliga-Trainer um ein Haar einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„So wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, spielst du nicht über 90 Minuten“
Stefan Krämer, Trainer des KFC Uerdingen

Dem hohen Tempo aus dem ersten Durchgang folgte eine zweite Hälfte, in der die Krefelder Mannschaft teilweise gehemmt wirkte. Die beiden Anschlusstreffer, die letztlich nichts mehr am Ausgang der Partie änderten, resultierten daraus. „So wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, spielst du nicht über 90 Minuten“, betonte Krämer im Gespräch nach dem Spielende und fügte an: „Diesen Intensitätswechsel hinzubekommen, ist eine große Kunst. Wenn es aber so gut läuft, lässt man die Mannschaft einfach laufen.“

Dennoch wollte er seine Mannschaft, die offenbar dem starken Auftreten etwas Tribut zollen musste, zunächst bremsen. „Wir wollten schon in den ersten Minuten etwas tiefer stehen, um den Gegner zu locken, aber das ist scheinbar in den falschen Hals gekommen“, erklärte der Trainer. Folglich wirkten seine Spieler zu passiv gegen den talentierten Unterbau des Bundesligisten. „Es wird oft mit einer gewissen Passivität verwechselt. Das ist uns nicht so gut bekommen heute. Deswegen war die zweite Halbzeit eher suboptimal“, gestand Krämer.

Anschließend überwog beim gebürtigen Mainzer dann aber doch wieder die Freude über die gewonnenen drei Punkte im Meisterschaftsrennen. „Ich sage: In Gladbach musst du erstmal gewinnen“, schmunzelte Krämer selbstbewusst.

Autor: Maximilian Daum

Kommentieren

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken