24.04.2018

Wuppertal

Finanzielle Lage angespannt - Stammspieler geht

Foto: Thorsten Tillmann

Die finanzielle Lage beim Wuppertaler SV ist weiter angespannt. Mittlerweile haben auch zwei Spieler ihren Abgang von der Hubertusallee angekündigt.

Wie RevierSport erfuhr, werden Andre Mandt und Michael Blum den WSV verlassen. Während die Wuppertaler der Abgang von Blum, der erst im Januar als vereinsloser Akteur ins Bergische Land kam, und acht Spiele für die Rot-Blauen absolvierte, weniger treffen dürfte, sieht es bei Mandt anders aus.

Der 24-jährige defensive Mittelfeldspieler galt vor der laufenden Serie als eine Art Wunschspieler des Ex-Trainer Stefan Vollmerhausen. Mandt wurde vom TSV Steinbach verpflichtet und erfüllte auf Anhieb Vollmerhausens Erwartungen. Unter dem Ex-Coach war der gebürtige Kölner aus der Stamm-Elf nicht wegzudenken.

Bei Vollmerhausens Nachfolger hat Mandt, der 24 Pflichtspiele (zwei Tore, acht Vorlagen) für Wuppertal absolvierte, einen schwereren Stand und musste zuletzt auch auf der Bank Platz nehmen. Gegenüber RevierSport wollte sich Mandt zu seiner Zukunft nicht äußern. Jedoch erfuhr diese Redaktion, dass er nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen mit dem WSV bei zwei Liga-Konkurrenten hoch im Kurs stehen soll. Der SV Rödinghausen und Rot-Weiß Oberhausen sollen demnach Interesse an Mandt bekunden.

Blum wird es derweil aller Voraussicht nach in die Regionalliga Nord zum VfB Lübeck ziehen.

WDR-Lokalzeit berichtet über angespannte finanzielle Lage

Am Montag strahlte die Lokalzeit des WDR einen Beitrag über die angespannte finanzielle Lage an der Hubertusallee aus. Finanzvorstand Lothar Stücker sagte gegenüber dem WDR, dass sich der WSV bei der Akquise von Großsponsoren, die sich auch mal mit Beträgen im mittleren fünfstelligen Bereich beim WSV engagieren, schwer tut. Wenn das jedoch in Zukunft nicht passieren sollte, dann muss sich der WSV vom angepeilten Ziel, die 3. Liga bis 2020 zu erreichen, verabschieden. Stücker erklärte gegenüber dem WDR: "Wir hatten in den letzten Jahren auch Fehlbeträge und das werden wir in der Zukunft nicht weiter verantworten. Wenn wir sehen, dass sich das gar nicht mehr entwickelt, dann werden wir im Endeffekt die wirtschaftliche Betrachtungsweise ganz nach vorne stellen und damit auch mit den Konsequenzen leben müssen."

Autor: Krystian Wozniak

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