Vor der Saison-Minuskulisse von nur 18.300 Zuschauern hatte der tschechische Nationalstürmer Martin Fenin kurz vor der Pause für die schmeichelhafte Führung der Hessen gesorgt (44.). Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Kern einen kapitalen Schnitzer von Eintracht-Keeper Oka Nikolov zum Ausgleich (53.). Der Stürmer versetzte den Frankfurtern in der Verlängerung dann auch noch den K. o. (101.).
In der Nachspielzeit hatte Caio für die Frankfurter einen Foulelfmeter (90.+1) verschossen, Gledson hatte Nikos Liberopoulos gefoult. Die Gastgeber, die auf den in der Bundesliga für drei Spiele gesperrten Brasilianer Chris zurückgreifen konnten, präsentierten sich nach nur zwei Punkten aus vier Liga-Spielen über weite Strecken extrem verunsichert. Zwar war das Team von Trainer Friedhelm Funkel feldüberlegen und verzeichnete vor allem im ersten Abschnitt ein deutliches Chancenplus, doch wie schon in der Bundesliga fehlte der Eintracht im gegnerischen Strafraum die Durchschlagskraft.
Vor allem der vor seinem Tor glücklose Fenin hatte bereits nach zwölf Minuten freistehend die Führung auf dem Fuß, doch der 21-Jährige scheiterte kläglich an Hansa-Keeper Jörg Hahnel. Nach einem Pass von Benjamin Köhler, der nach seiner Sprunggelenks-Operation im Juli sein erstes Saisonspiel für die Hessen absolvierte, sorgte Fenin dann aber kurz vor der Pause für das 1:0. Die Gäste aus Rostock hielten gegen die klassenhöheren Frankfurter gut mit.
Nach sechs Minuten lief Angreifer Regis Dorn nach feinem Pass von Dexter Langen frei auf das Tor der Hessen zu, doch der Schuss des Franzosen stellte Eintracht-Keeper Nikolov vor keine Probleme. In der 28. Minute hatten die kompakt stehenden Rostocker dann erneut die große Chance zum 1:0, doch Dorn konnte den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor von Nikolov unterbringen.
Nach dem Seitenwechsel brachte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel überraschend den Brasilianer Caio, dem er noch am Montag "fehlenden Willen" im Training vorgeworfen hatte. Doch während die Eintracht-Fans nun ein Offensiv-Feuerwerk ihres Teams erwarteten, sorgte Enrico Kern nach einem Nikolov-Patzer für den Ausgleich. Beste Spieler auf Seiten der Eintracht waren Liberopoulos und Michael Fink. Bei den Gästen gefielen Hahnel und Kern.