Youssef Mohamad war für die Kölner erfolgreich (73.), die nach fünf Spieltagen der Eliteklasse lediglich vier Punkte auf dem Konto haben. Vor 19.300 Zuschauern im Bruchwegstadion gestalteten die Mainzer, die ohne Bo Svensson (Trainingsrückstand) und Marco Rose (Fußbruch) auskommen mussten, die Partie in der Anfangsphase vollkommen ausgeglichen.
Die Kölner, die am 11. Mai durch ein 2:0 gegen den damaligen Konkurrenten aus Mainz den Aufstieg gefeiert hatten und dem FSV damit die Rückkehr in die Eliteklasse verbauten, hatten sogar Glück, dass Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) einen Treffer des Mainzers Chadli Amri nach 45 Sekunden wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte. Bis Mitte der ersten Hälfte lieferten sich die Kölner, die auf Ümit Özat (Regeneration) und Manasseh Ishiaku (Aufbautraining) verzichten mussten, und die Platzherren ein intensives Duell auf Augenhöhe.
Allerdings fehlten in der temporeichen Partie zunächst die zwingenden Chancen vor beiden Toren. Ein Weitschuss des Kölners Pierre Wome sorgte noch für die größte Gefahr (28.). Ansonsten fehlte dem Erstligisten die Durchschlagskraft im Angriff. Auch gegen Ende des ersten Durchgangs, in dem nicht der Ansatz eines Klassenunterschieds zu erkennen war, konnte sich keine der beiden Mannschaften ein entscheidendes Übergewicht erarbeiten.
Einem Tor kam lediglich der Mainzer und frühere Kölner Markus Feulner mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze nahe (34.). Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gastgebern sogar, sich eine Feldüberlegenheit zu erarbeiten. Allerdings schafften es die Mainzer weiterhin nicht, für Torgefahr zu sorgen. Dies änderte sich erst nach rund einer Stunde. Im Anschluss an eine Ecke von Feulner traf Stürmer Bance per Kopf.
Nur kurz später sorgte Karhan per Foulelfmeter für die Vorentscheidung. Feulner war von Mohamad gefoult worden. Der Libanese macht kurz darauf seinen Fehler mit seinem Treffer wieder gut. Beste Spieler auf Seiten der Einheimischen waren Torschütze Bance und Feulner. Beim Erstligisten überzeugten der bemühte Kapitän Milivoje Novakovic und Geromel.