Obwohl Güngör Kaya in Gelsenkirchen geboren wurde, stand der Deutsch-Türke in seiner Karriere nie beim FC Schalke 04 unter Vertrag. Umso größer ist die Verbindung zum S04 bei seinem neuen, alten Klub. Ob Leroy Sané, die Altintop-Brüder, Sportdirektor Peter Neururer oder Aufsichtsratsmitglied Josef Schnusenberg. Die Liste der Ex-Schalker an der Lohrheide ist lang.
Mit Kaya, der in der Jugend des VfL Bochum ausgebildet wurde und unter anderem für RWE, RWO und den KFC Uerdingen auflief, kehrt nun der „verlorene“ Sohn zurück. Im „Retterspiel“ gegen den FC Schalke 04 erzielte der 29-Jährige den umjubelten Treffer zum 2:2-Endstand. Beim Verlesen der Torschützen auf der Pressekonferenz wurde bekannt, dass Kaya am Wochenende ein Arbeitspapier bei der SGW unterschrieben hat. Von 2014 bis 2016 schnürte er schon einmal die Schuhe für Wattenscheid 09 Zuletzt spielte der Offensivmann für den Oberliga-Absteiger FSV Duisburg. Künftig soll er wieder viele Tore für die Mannschaft von Farat Toku erzielen.
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Der Trainer gab am Sonntag keine Auskunft über seine Neuzugänge, zu groß war die Freude über den Auftritt gegen Schalke. Toku forderte viel mehr die eigenen Fans auf: „Es hat großen Spaß gemacht, vor so einer Kulisse zu spielen. Das Ergebnis macht uns stolz. Ich hoffe, dass wir den einen oder anderen Zuschauer dazugewinnen konnten.“
Auf die Frage, wann Toku das Lohrheidestadion zum letzten Mal so voll gesehen hat, antwortete er nach kurzer Überlegung: „Das ist schon länger her. Ich war Zuschauer, als die Schalker U19 2015 gegen Hoffenheim Deutscher Meister wurde.“ Damals waren sogar über 12.000 Fans vor Ort.
Der 39-Jährige hofft künftig auf die Unterstützung der Anhänger „bei jedem Spiel und nicht nur bei den Highlightspielen.“ Den ersten Regionalliga-Spieltag bestreitet die SG Wattenscheid 09 allerdings auswärts. Am 27. Juli um 14 Uhr geht es zum SC Verl. Und dann wird vielleicht auch Güngör Kaya wieder für Furore sorgen.