Es dauerte aber bis zur 75. Minute, ehe der gerade erst eingewechselte Pierre Bendig nach einer Ecke per Kopfball das goldene Tor erzielte und den 1:0 (0:0)-Erfolg der Hausherren im Abstiegskampf sicherstellte. „Es war ein verdienter Sieg in einem echten Kampfspiel“, resümierte Johannes Brilo völlig erleichtert.
Der „Boss“ des SVS bekam während der 90 Minuten aber nur Magerkost geboten. „Fußballerisch sind einige Wünsche offen geblieben, aber das war gegen diesen Gegner auch nicht anders zu erwarten.“
Enttäuscht war hingegen DSC-Trainer Mike Jochem, der resigniert feststellen musste: „Der SVS hatte nur eine Chance und nutzt sie. Wir kriegen die Kirsche einfach nicht rein. Ich kann dem Team auch gar keinen Vorwurf machen, denn wir haben alles versucht.“
Mit dem Blick auf die Tabelle meinte der Coach: „Wenn wir die beiden Nachholspiele gewinnen sollten, würden wir wieder vor Schermbeck stehen. Deshalb ist sicherlich noch nicht alles verloren.“
Doch am Samstag kommt eine harte Nuss auf den DSC zu. Denn Westfalia Herne gastiert am „Delsen“. Jochem: „Wir werden am Donnerstag trainieren, die Fehler ansprechen und gegen den SCW dann alles versuchen, unsere Bilanz aufzupolieren.“ Während die Delbrücker mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten, feierte der SVS. Und weil die Schermbecker „nur“ noch zwei Punkte Rückstand auf einen sicherer Mittelfeldplatz haben, zeigte sich Brilo dann auch vollkommen relaxt: „Ich bin ganz entspannt und glaube an unsere Mannschaft. Wir werden noch ein paar Spiele gewinnen und am Ende sicherlich nicht absteigen.“ Sein Zusatz: „Dafür sind wir einfach zu stark und außerdem kennen wir die Situation.“