„In diesen acht Tagen ist fast nichts passiert“, ärgert sich der Coach. „Die Situation ist inzwischen so angespannt, dass ich keinen Sinn mehr sehe, weiter zu arbeiten. Wenn man nicht in der Lage ist, sich zu bewegen, muss ich für mich Konsequenzen ziehen.“
Klare Worte eines gekränkten Trainers, der alles versucht hat, um eine gute Mannschaft aufs Feld zu bekommen. „Ich hatte einige Spieler an der Angel, die sich auch angeboten haben. Aber ein bisschen was muss man denen auch bieten“, betont Temur. „Da ich das nicht tun konnte, sind die Leute abgesprungen und haben andere Angebote angenommen.“
Somit steht Galatasaray weiterhin nur mit den sieben ehemaligen A-Jugendlichen da, die letztes Jahr in der Leistungsklasse Vizemeister geworden sind. „Das ist einfach nicht das, was ich mir vorstelle“, sagt Temur. „Ich habe keine Lust, mich nächste Saison Woche für Woche abschlachten zu lassen. Und die Gefahr sehe ich momentan.“ Das wäre für die Liga eine Katastrophe. Zwar besteht nach wie vor noch die Möglichkeit, dass Akteure aus dem Kader der letzten Spielzeit noch zurückkehren, aber so wirklich glaubt niemand daran. Temur: „Farut Kulac, unser Geschäftsführer, versucht natürlich alles, diese Jungs zu überreden.“
Und wie geht es mit dem Linienchef weiter? „Ich kann mir auch kurzfristig vorstellen, etwas Neues anzunehmen. Wenn ein attraktives Angebot kommt, sitze ich wieder auf der Bank“, hat Temur die Lust am Fußball keineswegs verloren.