Manfred Engel, Coach des Gäste-Teams sagt zwar: "Natürlich ist bei der örtlichen Nähe eine Rivalität da", aber in einem sind er und sein Laarer Kollege Volker Bertelmann sich unisono einig: "Das war absolut überzogen vom Schiedsrichter. Die Begegnung war sehr friedlich, für ein Derby schon fast zu fair."
Bereits nach 20 Minuten musste der erste Akteur vom Platz, der einzige im Dress der Hausherren. In der 35. Minute traf es dann den Beecker Marco Stockum nach einem "gewöhnlichen Foul", wie es ihm sein Coach attestiert, und einer darauf angeblich erfolgten Beleidigung des Mannes an der Pfeife. Die Folge: Rot. Der Skandal an der Sache: Der Schiedsrichter vermerkte nach dem Spiel David Malez als den Übeltäter. Allein von der Körpergröße her zwei schon deutlich zu unterscheidende Kicker. Die Folge ist nun, dass Malez gesperrt ist und der BSV Beeck natürlich Einspruch eingelegt hat.
Beim Halbzeitpfiff führten die Gäste mit 1:0. Doch die zweiten 45 Minuten hatten noch deutlich mehr Tore und Aufreger zu bieten. Quasi mit jedem Platzverweis für die Gäste erzielten die Hausherren einen Treffer. Am Ende stand es deutlich 5:1 für Laar.
Einen besonders kurzen Auftritt hatte Daniel Engel, Sohn des Trainers. Gerade eingewechselt, mit der Aufforderung, Ruhe in das Spiel zu bringen, sah der 23-Jährige Gelb. Er hatte die Verwarnung für einen Gegenspieler nach einem Foul gefordert. Eine Minute später folgte ein Press-Schlag, der mir Gelb-Rot quittiert wurde und so den Einsatz auf rekordverdächtig niedrige 120 Sekunden verkürzte.
Am Schluss standen 17 Gelbe, drei Gelb-Rote und zwei Rote Karten zu Buche, ein wahres Kartenfestival. "Die Schiedsrichter-Leistung war desolat. Das wird jeder der 200 Zuschauer bezeugen", echauffiert sich Engel auch noch einen Tag nach der Begegnung und Bertelmann spricht sogar ein Lob an die Beecker aus: "Trotz dieser Vorkommnisse haben sich restlos alle Beteiligten aus Beeck sehr sportlich fair verhalten."