Die Rede ist von Olcay Sahan. Der in Düsseldorf geborene Sohn türkischer Einwanderer machte seine ersten Schritte als Fußballer bei Fortuna Düsseldorf (1993 bis 2001). Danach ging es für Sahan zu Bayer Leverkusen. Nach zwei Jahren beim Werksklub landete er 2004 bei Borussia Mönchengladbach. Bis 2008 sollte er für die U19- und U23-Mannschaft der "Fohlen" spielen, bevor Sahan zum MSV Duisburg wechselte.
In drei Jahren beim MSV bestritt Sahan 80 Spiele für die Zebras, erzielte elf Treffer und bereitete 13 weitere Tore vor. An die Zeit in Duisburg erinnert sich der 29-malige türkische Nationalspieler nur zu gerne. "Beim MSV Duisburg begann sozusagen meine Profikarriere. Das wird immer ein besonderer Klub für mich sein. Es war wunderbar in Duisburg", sagt Sahan, der im Mai 33 Jahre alt wird, gegenüber RevierSport.
Im Sommer plant er seine Rückkehr nach Düsseldorf
Aktuell steht der Offensivspieler, der bevorzugt über die rechte Seite kommt, beim türkischen Erstligisten Denizlispor unter Vertrag. Nach acht Jahren in der Süper Lig und über 220 Begegnungen (42 Tore, 43 Vorlagen) will Sahan im kommenden Sommer seine Zelte in der Türkei abbrechen. Es soll zurück in seine Heimatstadt Düsseldorf gehen.
Auch wenn er seine Türkei-Zeit als sehr erfolgreich beschreibt, fehlt ihm auch das Leben in NRW. "Ich bin sehr glücklich und froh über die letzten Jahre in der Türkei. Ich denke, dass ich mich bewiesen habe und mit meiner Bilanz bin ich sehr zufrieden", erzählt der Familienvater und verrät seine Zukunftspläne: "Im Sommer plane ich natürlich in Absprache mit meinem Bruder und Berater Osman Sahan eine Rückkehr nach Deutschland. Ich sehe die Zukunft für meine Familie in meiner Geburtsstadt Düsseldorf. Sportlich gesehen fühle mich noch sehr fit und würde gerne für einen Traditionsklub in Nordrhein-Westfalen spielen. Ein paar Jahre sollte es noch gehen", sagt Sahan, der bislang von schlimmeren Verletzungen verschont geblieben ist, mit einem Augenzwinkern.
Auch Wechsel zum MSV Duisburg vorstellbar
Durchaus möglich, dass Sahan noch einmal in seiner Karriere das Zebrastreifen-Trikot tragen wird. Er selbst spricht sogar von einem Traum: "Es wäre natürlich ein Traum, dort die Karriere zu beenden, wo alles begann. Ich habe stets Kontakt zu Ivica Grlic. Er ist über die Jahre zu so etwas wie meinem großen Bruder geworden. Ich hoffe, dass der MSV aufsteigt und dann auch in der 2. Bundesliga für Furore sorgt. Das hätten die Stadt, die Fans und nicht zuletzt Ivo Grlic verdient."
Neben den Gesprächen mit dem MSV sollen sich nach RevierSport-Informationen aber auch andere Klubs für Sahan interessieren. Es ist noch offen, bei welchem Klub der Deutschland-Rückkehrer ab dem 1. Juli 2020 unter Vertrag stehen wird.