Der Angeklagte hatte am 10. September 2010 in der osnatel-Arena aus dem Gästeblock einen selbstgebauten Sprengkörper in den ehemaligen Spielertunnel geworfen und mit der anschließenden Explosion 20 Personen verletzt. Das Landgericht Osnabrück will nun an sieben Verhandlungstagen klären, ob er vorsätzlich Menschen verletzen wollte. Neun der betroffenen Personen treten als Nebenkläger auf.
Der 24-Jährige, der sich rund eine Woche nach der Tat der Polizei gestellt hatte, hat bereits damals betont, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, Personen zu verletzten. Ob dies der Wahrheit entspricht, darüber muss die Strafkammer entscheiden. Dem Angeklagten drohen mindestens zwei Jahre Haft auf Bewährung, sollte das Gericht ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und dem Auslösen einer Sprengstoffexplosion verurteilen.