Alessandro Schöpf fühlt sich nach zwei Einsätzen für die U-23-Fußballer des FC Schalke 04 bereit, am Samstag zum Heimspiel gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/Sky) wieder in den Bundesliga-Kader der Königsblauen zurückzukehren. „Konkret ist noch nichts. Wir haben vor zwei Wochen vereinbart, dass ich erst einmal in der U 23 reinschnuppere. Jetzt wird sich im Laufe der Trainingswoche zeigen, wie die Kadersituation vor dem Spiel gegen die Berliner aussieht. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich für David Wagner wieder eine Option bin“, sagt der 25-jährige Österreicher auf schalke04.de.
Alessandro Schöpf hatte sich vor sieben Monaten beim Spiel in Berlin nach einem Foul von Herthas Karim Rekik schwer am Knie verletzt, der sich danach nie persönlich beim Schalker entschuldigt hatte. Unmittelbar vor dem Spiel am Samstag will Alessandro Schöpf aber jetzt nicht mehr nachkarten. „Für mich“, sagt er, „ist die Geschichte abgehakt. Ich habe vor einigen Wochen noch einmal etwas zu dem Thema gesagt, dabei möchte ich es auch belassen. Karim Rekik werde ich genauso gegenübertreten wie allen anderen Spielern auch.“
Vier Punkte nach den ersten drei Spielen wären ein ordentlicher Start
Jedenfalls ist Alessandro Schöpf froh, beim 0:0 beim Bonner SC sowie beim 1:2 bei der U 23 Fortuna Düsseldorfs für das Schalker Regionalliga-Team gespielt zu haben. „Ich habe dabei keine Probleme verspürt“, sagt er. „Jede Minute hilft mir, um wieder die Spielfitness zu bekommen. Denn das ist noch einmal etwas anderes als im Training. Das Knie fühlt sich gut an, ich spüre keine Probleme. In den Zweikämpfen ziehe ich voll durch und denke nicht darüber nach, dass etwas passieren könnte. Die Spiele waren zudem gut für den Kopf.“
Nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach und dem 0:3 gegen den FC Bayern München – Alessandro Schöpf bezeichnet diese beiden Gegner als strammes Auftaktprogramm – wünscht er sich einen Sieg gegen Hertha BSC. „Dann stünden wir bei vier Punkten. Ich denke, dann kann man von einem ordentlichen Start sprechen“, sagt er.
Alessandro Schöpf drückt Österreich vorm Fernseher die Daumen
Dass Alessandro Schöpf im Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die anstehenden Länderspiele fehlt, hat er mit ÖFB-Trainer Franco Foda abgesprochen. „Wir waren beide der Meinung, dass ich dieses Mal aussetze und stattdessen weiter auf Schalke trainiere. Nach der langen Pause ergibt das auch absolut Sinn. Ich werde den Jungs bei den Spielen gegen Lettland und in Polen vorm Fernseher die Daumen drücken und bin fest davon überzeugt, bei den nächsten Länderspielen gegen Israel und in Slowenien wieder dabei sein zu dürfen.“
Das sieht bei Guido Burgstaller bekanntlich aus, da dieser seinen Rücktritt aus der österreichischen Nationalmannschaft erklärt hat. „Ich wusste Bescheid und kann seinen Schritt auch nachvollziehen“, sagt Alessandro Schöpf. „Ich finde es zwar sehr schade, da ich gerne mit Burgi zusammenspiele. Aber er möchte sich voll auf Schalke konzentrieren und auch mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Das kann ich absolut verstehen, da er vor wenigen Monaten das erste Mal Vater geworden ist.“
Autor: Andree Hagel