14.05.2018

LL NR 2

Drei Mannschaften streiten um Platz zwei

Foto: Biene Hagel

Das Duell um die Relegation zur Oberliga ist hart umkämpft. Drei Landesliga-Teams können es aktuell noch schaffen. Die besten Chancen dabei hat der FSV Duisburg.

Es weht ein Hauch von Bundesliga durch die fünf Spielklassen tiefere Landesliga. Die Frage nach der Meisterschaft ist eindeutig geklärt, doch auf den Plätzen dahinter geht es sehr viel spannender zu.

Ganz konkret beim Kampf um Platz zwei, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Relegation für die Oberliga berechtigt. Drei Mannschaften befinden sich aktuell in der Verlosung: Der FSV Duisburg, der SV Scherpenberg und die SF Niederwenigern.

Zwei Spieltage sind noch zu absolvieren, die Tabelle stellt sich momentan wie folgt dar: Duisburg startet in den Endspurt von der Pole-Position. 64 Punkte hat man aktuell auf dem Konto. Nach drei Niederlagen am Stück Ende April haben sich die Blau-Roten gefangen und die letzten Begegnungen wieder gewonnen. Scherpenberg und Niederwenigern liegen je zwei Punkte dahinter und unterscheiden sich nur durch eine unterschiedliche Tordifferenz.

Neben der Tabellensituation spricht aber auch der restliche Spielplan für die Duisburger. Nach einem (allgemeinen) spielfreien Sonntag am kommenden Wochenende hat die Mannschaft von Trainer Denis Tahirovic zwei vermeintlich leichte Aufgaben vor der Brust. Erst empfängt man den VfL Repelen und dann zum Saison-Abschluss den SV Schwafheim. Beide Mannschaften sind bereits sicher abgestiegen, die Möglichkeit sechs weitere Punkte zu holen ist dementsprechend groß.

Das hat man auch bei der Konkurrenz registriert. "Wenn alles normal läuft, bleibt Duisburg Zweiter", meint Niederwenigern-Trainer Jürgen Margref. "Dennoch sollten wir da sein, falls sie patzen." Und das wird schwer genug, denn am vorletzten Spieltag kommt es zu einem absoluten Spitzenspiel.

Spitzenspiel kann Entscheidung herbeiführen

Wie es der Zufall so will, müssen die Sportfreunde am vorletzten Spieltag nämlich beim SV Scherpenberg antreten. Eine Partie, die einen großen Einfluss auf den Ausgang der Saison haben wird. Vermutlich wird sich mindestens eine der beiden Mannschaften hier aus dem Rennen um den direkten zweiten Aufstiegsplatz verabschieden. Bei einem Unentschieden könnte der FSV bereits am vorletzten Spieltag als zweiter Aufsteiger hinter Meister 1. FC Kleve feststehen. Doch für beide Verfolger gibt es nach wie vor ein Hintertürchen, das den direkten Vergleich umso spannender werden lässt. Setzt sich der KFC Uerdingen in der Regionalliga-Relegation gegen Waldhof Mannheim durch, bleibt Fortuna Düsseldorf II in der vierten Liga und der dritte Platz in der Landesliga Niederrhein würde zu einem Entscheidungsspiel berechtigen. In der Gruppe 1 würde das den SC Union Nettetal und den SC Velbert betreffen.

Niederwenigern sieht sich für den Endspurt und das Topspiel gegen Scherpenberg gewappnet, konnte man doch zuletzt acht von neun Spielen gewinnen. "Für uns wäre es das i-Tüpfelchen auf der Saison, wenn wir bis zum Ende im Kampf um den Aufstieg dabei sind", fasst Margref zusammen.

Scherpenberg dagegen hat sich eine gute Ausgangslage schon vor zwei Wochen verspielt, als man gegen die abstiegsbedrohten Hamborner 1:2 verlor und so Platz zwei leichtfertig hergab.

So oder so, sowohl Scherpenberg als auch Niederwenigern sind auf einen Ausrutscher der Duisburger angewiesen. Und danach sieht es aktuell nicht aus.

Autor: Marco Hintermüller

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