Die Silberpfeile hatten am Sonntagabend fristgerecht ihre Absicht zum Einspruch erklärt. Wenn das Team den Einspruch einreicht, kommt der Fall vor das Berufungsgericht der FIA. Der Brite Hamilton hatte seinen Sieg durch eine nachträgliche 25-Sekunden-Zeitstrafe wegen Abkürzens einer Schikane an seinen schärfsten Titelkonkurrenten Felipe Massa aus Brasilien im Ferrari verloren und war sogar noch hinter BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) auf den dritten Rang zurückgefallen. In der WM-Gesamtwertung führt er jetzt nur noch mit zwei statt ursprünglich acht Punkten Vorsprung vor Massa (76:74).

Felipe Massa ist Lewis Hamilton auf den Fersen. Foto: firo.
Die Rennkommissare hatten Hamilton wegen des Abkürzens einer Schikane und Erlangung eines Vorteils in einem Zweikampf mit Massas zu dem Zeitpunkt führenden Teamkollegen Kimi Räikkönen bestraft. Der 23-Jährige und sein Team führten vergeblich an, dass Hamilton Räikkönen nach der fraglichen Aktion wieder vorbeigelassen und erst danach wieder überholt hatte. Die FIA-Kommissare werfen Hamilton den Bruch zweier Artikel vor: Artikel 30.3 (a) der Sporting Regulations der Formel 1 ("Während Training und Rennen dürfen Fahrer nur die Strecke benutzen und müssen zu jeder Zeit darauf achten, die Vorschriften des Code bezüglich des Fahrens auf Rennstrecken") sowie Artikel 2 (g) im Kapitel 4 des Appendix L des International Sporting Code ("Allein die Rennstrecke soll von den Fahrern während des Rennens benutzt werden").