Der SV Meppen muss sich einen neuen Trainer und Sportlichen Leiter suchen. Nachdem der SVM am dritten Spieltag in der Nachspielzeit beim SSV Jeddeloh II die zweite Niederlage kassierte, trat Ernst Middendorp, der beide Ämter inne hatte, von diesen zurück.
Die Meppener verkündeten am Tag danach: "Die Nachricht traf den Meppener Vorstand aus heiterem Himmel." Wobei ein Rückzug von Middendorp nicht aus heiterem Himmel kommt, es schien bereits gewagt, sich dem 64-Jährigen mit Haut und Haaren zu verschreiben.
Jetzt hat der Klub den Salat, nachdem der 64-Jährige die ganze Vorbereitung leitete und einen völlig neuen Kader erstellt hat.
Doch wie geht es nun weiter? Die Meppener tagten noch am Mittwochabend. Erste Entscheidung: Co-Trainer Steffen Puttkammer wird vorerst das Training der Regionalligamannschaft leiten. Der 34-Jährige, der von 2017 bis 2023 für den Verein in der 3. Liga aufgelaufen ist, hat das Amt zu Saisonbeginn übernommen. Middendorp hatte seiner Ex-Mannschaft zuvor nach der Auswärtsniederlage fast alles abgesprochen. "Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, dass ich nicht dafür geeignet bin, Amateure zum Laufen zu bringen. Wir schaffen es im Grunde genommen nicht, uns professionell zu verhalten. Das ist nicht meine Welt. Ich arbeite keine 15 Stunden pro Tag, um letztendlich irgendwas zu animieren. Ich bin kein Animateur."
Wobei es auch wenig professionell anmutet, so kurz nach dem dritten Spieltag hinzuwerfen und einen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann ließ verlauten, dass mit diesem Rücktritt niemand rechnen konnte.
Der Verein teilte auf seiner Homepage weiter mit: "Der SV Meppen bemüht sich, möglichst schnell einen Nachfolger für Middendorp zu finden, der erst Anfang März die Mannschaft übernommen hat."
Gut: Am Wochenende hat Meppen in der Regionalliga spielfrei, es folgt am nächsten Mittwoch die Partie im Niedersachsenpokal - dann geht es wieder gegen den SSV Jeddeloh.