Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Defensive kam die Truppe von Trainer Norbert Meier immer besser in die Partie und erarbeitete sich auch die klareren Chancen. Die beste Möglichkeit vergab Kapitän Andreas Lambertz, als er freistehend an FC-Keeper Faryd Mondragon scheiterte (57.).
Da hatte auch „Lumpis“ Kollege Claus Costa auf der Tribüne schon den Tor-Schrei auf den Lippen. Der ehemalige Bochumer konnte wegen eines Hämatoms am Oberschenkel nur die Zuschauer-Rolle einnehmen. „Am Montag schließe ich mein Reha-Programm ab, dann greife ich wieder an“, betont der „Sechser“, der das Trainingslager in Bitburg vorzeitig verlassen musste. „Aber es war nicht so schlimm.“ Dafür ist das Gefühl, dass er zum Zusehen verdammt ist, umso schlimmer.
Costa: „Das stimmt, ich wäre gestern unheimlich gerne dabei gewesen. Auch die Partie gegen Koblenz am Samstag verpasse ich.“ Die wird um 16 Uhr im Rahmen der Saisoneröffnung angepfiffen. Auch wenn der defensive Mittelfeldspieler momentan nicht eingreifen kann, blickt er positiv gestimmt in die Zukunft: „Eine Saison hat doch 38 Matches. Es kann so viel passieren.“
Sein Zusatz: „Eine Verletzung kommt immer zum falschen Zeitpunkt. Aber in der Vorbereitung ist es besonders ärgerlich.“ Gerade auch auf seiner Position legte die Fortuna noch mal nach, verpflichtete Stephan Sieger aus Offenbach. Sein Kommentar über die Neuen: „Die machen menschlich einen super Eindruck. Zum Sportlichen kann man noch nicht so viel sagen, schließlich hatten wir den ersten echten Härtetest erst gestern Abend.“
Aber nicht nur Sieger und Deniz Kadah erhalten lobende Worte von Costa, sondern auch die Youngster aus der Reserve, die mit nach Bitburg gereist waren: „Die Jungen haben sich wirklich Mühe gegeben, waren im Trainingslager auch zu jedem Zeitpunkt hilfsbereit. Man musste ihnen nicht mal sagen, dass sie irgendwelche Sachen tragen sollen, sie haben es von sich aus getan.“