15.05.2018

TVD Velbert

Getrübte Meisterschaftsfeier

Der TVD Velbert profitierte am Wochenende von einer Spielabsage und sicherte sich dadurch Platz eins. Die Freude über den Titel war groß, doch die Umstände drückten die Stimmung ein wenig.

Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison hat sich der TVD Velbert endgültig die Meisterschaft und damit auch den Aufstieg in die Landesliga gesichert.

Vor der Begegnung am vergangenen Sonntag gegen die TSV Union Wuppertal fehlte der Mannschaft von Trainer Hüzeyfe Dogan nur noch ein einziger Punkt, um uneinholbar vorne zu liegen - und den und zwei weitere Zähler bekam man am Ende quasi geschenkt. Denn Wuppertal trat nicht in Velbert an, so dass das Spiel mit 2:0 für den TVD gewertet wurde. Der TSV hatte am späten Samstagabend seine Teilnahme an der Partie abgesagt. Der Grund war offenbar, dass der Verein keinen ausreichenden Kader für die Begegnung zusammenstellen konnte.

Eine Tatsache, die bei TVD-Trainer Trainer Dogan für gemischte Gefühle sorgte. "Natürlich haben wir uns den Moment, in dem wir Meister werden, ganz anders vorgestellt. Wir waren alle etwas betrübt durch die Situation", fasst er seine Gemütslage vom Sonntag zusammen. "Wir waren ein wenig traurig, dass sie nicht angetreten sind."

Die Mannschaft hat in dieser Saison außergewöhnliches geleistet.
Hüzeyfe Dogan

Doch die gedrückte Stimmung verflog schnell, denn die Freude über die gesicherte Meisterschaft war sichtlich größer, als die Trauer über ein ausgefallenes Spiel. "Die Mannschaft hat in dieser Saison außergewöhnliches geleistet. Wir freuen uns sehr über den Titel", sagte Dogan.

Und sein Team kann wirklich stolz über den Saisonverlauf sein. Seit dem 10. Spieltag thronte man auf dem obersten Tabellenplatz. Mit nur 34 Gegentoren stellt man die stabilste Abwehr der Liga und selbst traf man über hundert Mal in den gegnerischen Kasten.

Kaderänderungen geplant

Trotz des vorzeitig erreichten Saisonziels will Dogan einen Leistungs- bzw. Konzentrationsabfall bei seinen Akteuren verhindern. Man werde auch die restlichen Trainingswochen mit aller Seriosität begehen, um noch sechs weitere Punkte zu holen. Alles andere fände der 37-Jährige auch unfair gegenüber den Mannschaften, für die es noch um was geht.

Im Hintergrund planen die Verantwortlichen des Vereins aber schon die kommende Saison in der Landesliga. "Die neue Spielzeit wird deutlich härter als diese. Da brauchen wir sicherlich Verstärkung", sagt Dogan über mögliche Veränderungen am Kader. Der Kern der Mannschaft soll aber gehalten werden. Nähere Angaben zu Neuverpflichtungen wollte man noch nicht machen.

Autor: Marco Hintermüller

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