04.04.2018

Aachen

Mickels auf der Überholspur, Fejzullahu vor dem Absprung

Foto: Stefan Rittershaus

Alemannia Aachen ist seit Wochen auf dem Vormarsch. Acht der letzten elf Spiele bestritten die Kaiserstädter siegreich. Einige Akteure haben sich in den Fokus gespielt.

Was haben Joy-Slayd Mickels und Mergim Fejzullahu gemeinsam? Beide Spieler stehen bei Alemannia Aachen unter Vertrag und feierten am 29. März ihren 24. Geburtstag. Es könnte gut sein, dass sie ihren 25. Ehrentag nicht mehr gemeinsam in Aachen feiern. Denn während sich Mickels auf der Überholspur befindet und gute Aussichten auf einen neuen Vertrag bei der Alemannia hat, wird sich Fejzullahu im Sommer höchstwahrscheinlich vom Tivoli verabschieden.

Der Albaner liefert im zweiten Jahr in Folge bei der Alemannia ab. Zehn Tore, sechs Vorlagen in 23 Spielen: Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Neben dem KFC Uerdingen sollen auch Dritt- und Zweitligisten an Fejzullahu Interesse bekunden. "Davon habe ich auch gehört. Ich kann nur sagen, dass es für uns verdammt schwer wird, Mergim zu halten. Er ist auf dem Weg den nächsten Schritt zu machen", sagt Trainer Fuat Kilic, der den offensiven Mittelfeldspieler im Sommer 2016 von Fortuna Düsseldorf II holte und zu einem Topspieler der Regionalliga West formte.

Er ist ruhiger, reifer und sachlicher geworden. Und das sowohl auf, als auch neben dem Platz
Fuat Kilic über Joy-Slayd Mickels

Anders und vor allem besser dürfte die Situation für die Aachener in der Personalie Mickels aussehen. Der Stürmer kam erst im August 2017 zur Alemannia und hatte Anlaufschwierigkeiten. Bis Ende des vergangenen Jahres kam der gebürtige Siegburger über einige Kurzeinsätze nicht hinaus. 2018 läuft aber alles anders - besser für Mickels. "Er ist ruhiger, reifer und sachlicher geworden. Und das sowohl auf als auch neben dem Platz", lobt Kilic.

Sieben Spiele: vier Tore, zwei Vorlagen

Mickels, der der Jugend des VSF Amern entstammt und später bei Borussia Mönchengladbachs Junioren spielte, merkt nun auch, dass es bei ihm aufwärts geht. "Ich habe wieder das positive Gefühl in mir. Nach den Enttäuschungen in Norwegen und der Schweiz bin ich wieder auf einem guten Weg. Es macht einfach Spaß zu spielen und Tore zu schießen. In den vergangenen sieben Spielen traf Mickels viermal ins Schwarze und bereitete zwei weitere Treffer vor. Da muss ihm auch nicht bange vor der Rückkehr von Aachens Torjäger Junior Torunarigha, der die vergangenen Wochen aufgrund eines Muskelfaserrisses ausgefallen ist, sein. "Wir können auch mit Joy-Slayd und Junior spielen. Da sehe ich kein Problem. Joy-Slayd investiert unheimlich viel in den 90 Minuten, macht und tut und belohnt sich sogar mit Toren. Er macht seine Sache aktuell sehr gut", ist Kilic angetan.

Der Vertrag des formstarken Mickels läuft im Sommer aus. Anders als bei Fejzullahu dürften die Alemannia-Fans beruhigt sein. "Ich habe schon ein gutes Gespräch mit dem Trainer gehabt. Die Alemannia bleibt mein erster Ansprechpartner. Ich fühle mich hier wohl." In den noch acht ausstehenden Ligaspielen kann Mickels mit noch mehr Treffern weitere Argumente für eine Vertragsverlängerung liefern.

Autor: Krystian Wozniak

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