"Es war eine harte Zeit für mich. Ich bin froh, dass ich wieder im Kasten stehe", sagte Neuer vor der Begegnung, die nach dem 4:1-Hinspielsieg nur noch Formsache ist. Ralf Fährmann, der zuletzt beim blamablen 0:1 beim Aufsteiger 1. FC Köln seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellte, muss seinen Platz wieder räumen. "Manu war die klare Nummer eins und wird es auch jetzt wieder sein", sagte der 20-Jährige, der nicht nur in Köln mit einigen Glanzparaden Werbung in eigener Sache machte: "Ich habe mich gezeigt und konnte mich der Öffentlichkeit präsentieren."
Aufmerksam ist man zumindest in Hoffenheim geworden. Beim Neuling 1899, wo Keeper Ramazan Özcan bislang nicht die Erwartungen erfüllte, wird über ein Leihgeschäft nachgedacht. Indes spürt Rutten drei Monate nach seinem Amtsantritt erstmals Gegenwind. Sein stures Festhalten am 4-3-3-System trotz fehlender Qualität im Sturm wurde nach der Pleite in Köln ebenso kritisiert wie die ständige Verbannung des Mittelfeldspielers Ivan Rakitic auf die ungeliebte Linksaußen-Position. "Jeder weiß, dass ich lieber im Zentrum im Mittelfeld spiele", sagte der Kroate genervt, nachdem er nach erneut schwacher Leistung als Aushilfsstürmer schon zur Pause ausgewechselt worden war: "Ich fand meine Leistung nicht so schlecht, dass ich unbedingt rausgemusst hätte."
Da neben Rakitic auch alle anderen Feldspieler bitter enttäuschten, könnte Rutten gegen Nikosia eigentlich der zweiten Garde eine Chance geben. Doch von den Alternativen in der `großen Kabine´, wie der Niederländer seinen 28-köpfigen Kader nennt, hält er offenbar nicht viel: Bislang änderte er die Startformation immer nur geringfügig und griff im Wesentlichen auf einen Stamm von 14 Feldspielern zurück. Gegen Nikosia kehrt der in der Bundesliga gesperrte Fabian Ernst in die Anfangself zurück. Verzichten muss Rutten auf Stürmer Jefferson Farfan (Grippe).