Denn nicht nur, dass die Mannschaft von Michael Schrank es mit der Hammer Spielvereinigung und dem FC Brünninghausen gleich mit zwei der Top-Mannschaften in der Oberliga Westfalen zu tun bekommen hat, das Team hat auch beide Male Moral bewiesen. In beiden Partien lagen die Rot-Weissen mit zwei Toren zurück, beide Spiele wurden noch gedreht: „Der Glaube, die Moral und die Mentalität ist da“, ist sich Trainer Schrank sicher.
Dabei hatte es beim Vorjahres-14. einige Umbrüche gegeben: Nach der Trennung von Erhan Albayrak Ende des vergangenen Jahres hatte Schrank das Amt zuerst einmal bis zum 30. Juni übernommen. Der Vertrag wurde inzwischen verlängert und der ehemalige Trainer vom TSV Marl-Hüls ist dabei, sich eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen: Nicht nur, dass das Team nach Angaben von Schrank innerhalb von kürzester Zeit zu einer Einheit geworden ist, auch diverse Neuzugänge, wie etwa der 24-jährige Torwart Bernd Schipmann sorgen für individuelle Klasse bei den Wersestädtern.
Schrank: „Wichtig ist aber nicht nur, dass wir die individuelle Klasse und die Erfahrung auf den Platz bringen, sondern auch, dass wir als Kollektiv funktionieren“
Der 1,94 Meter große Zugang stand schon mehrmals im Profikader der zweiten und dritten Liga. „Wichtig ist aber nicht nur, dass wir die individuelle Klasse und die Erfahrung auf den Platz bringen, sondern auch, dass wir als Kollektiv funktionieren“, fordert Schrank, der nach eigenen Angaben genau an diesen Stellschrauben noch besonders drehen möchte: „Wir haben bei den Gegentoren gesehen, dass wir noch Probleme haben. Natürlich sind wir gut zurückgekommen, aber besser ist es, wenn solche Fehler erst gar nicht passieren.“
Doch auch außerhalb vom Platz zeigt der 52-Jährige seinen Einfluss auf die Spieler: Nach dem Auftaktspiel gegen die Hammer Spielvereinigung bat Mittelfeldakteur Philipp Grodowski aus Frust über seine Nichtberücksichtigung um eine Vertragsauflösung. Nach einem Krisengespräch mit Schrank und Abteilungsleiter Angelo Daut konnten jedoch beide Seiten von einer weiteren Zusammenarbeit überzeugt werden. Denn das Kollektiv ist es, auf das Schrank wert legt, nicht auf Einzelne. So saß Grodowski beim zweiten Saisonspiel gegen Brünninghausen zwar auf der Bank, eingewechselt wurde der Sechser allerdings nicht. Der Erfolg gibt dem Trainer in dieser Hinsicht Recht.
Autor: Linda Sonnenberg