Das 0:3 des FC Schalke 04 gegen Borussia Mönchengladbach war das dritte Spiel von Dimitrios Grammozis als Schalke-Trainer. Seine ernüchternde Bilanz: ein Punkt und 0:8 Tore. Doch der 42-Jährige hat weiterhin Hoffnung auf Besserung.
"Mich ärgert es sehr, dass ich bislang die Ergebnisse nicht verbessern konnte. Als Trainer versucht man immer, Spiele zu gewinnen. Wir müssen bedenken, dass diese lange Serie ohne Siege bei den Spielern auch Spuren hinterlassen hat. Dennoch versuchen wir, alles zu geben. Wenn man solche Gegentore bekommt ist es dann sehr schwierig und diese Nackenschläge können wir im Moment nicht kompensieren. Aber ich habe auf jeden Fall noch Hoffnung", sagte Grammozis nach der Gladbach-Pleite gegenüber "Sky".
Warum es gegen die kriselnden Gladbacher, die mit acht sieglosen Spielen in Folge nach Gelsenkirchen angereist waren, nicht besser aussah, versuchte der ehemalige Coach des SV Darmstadt 98 zu erläutern. Grammozis: "Gegentore ärgern mich grundsätzlich. Egal, wie sie zustande kommen. Es ist natürlich bitter, wenn man zwei noch mitbegünstigt. Dann ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Genau in der Phase, in der man das Gefühl hatte, dass die Mannschaft im Spiel ist, hat sie ein Gegentor bekommen."
Grammozis nimmt William nach 20 Minuten schon vom Feld
Erstmals in seiner Amtszeit reagierte Grammozis sehr streng. Die Wolfsburger Leihgabe nahm der Fußballlehrer bereits nach 20 Minuten vom Feld. Dieser verweigerte seinem Coach dann sogar den obligatorischen Handschlag und ging schnurstracks Richtung Katakomben.
"Wir haben gesehen, dass Marcus Thuram viele Bälle bekommen hat und das Eins-gegen-Eins gesucht hat. Und wir haben auch gesehen, dass William auf der Seite ein bisschen Probleme hat. Das wollten wir mit Becker lösen, weil er aufgrund seiner Körperlichkeit nochmal besser dagegenhalten kann. Es war ein taktischer Wechsel. Ich werde am Sonntag in aller Ruhe mit William spreche", erklärte Grammozis seine Entscheidung.
Stichwort Entscheidung: Inwiefern die Entscheidung Ralf Rangnicks gegen den FC Schalke 04 die Mannschaft beeinflusste, sagte Grammozis: "Wir hatten schon vorher nicht den Eindruck, dass die Mannschaft darüber großartig nachdenkt. Und so war es auch nach der Entscheidung von Ralf Rangnick. Ich will nicht beurteilen, ob das eine schlechte Nachricht für den Verein ist. Ich habe mein Statement in der vergangenen Woche abgegeben. Ich möchte mich auf das Sportliche konzentrieren. Alles andere will ich ausblenden und auch nicht kommentieren."
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