"Vonovia gehört zu Bochum", sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis in einer Medienrunde. Damit wird Vonovia weiter die Brust der Trikots des VfL Bochum zieren. Mit den Namensrechten des Ruhrstadions steht die Verlängerung nicht in Verbindung. Seit der Saison 2021/22, dem ersten Bundesliga-Jahr, ist Vonovia Hauptsponsor.
"Vielleicht sind wir eine Art Glücksbringer", sagte der ebenfalls anwesende Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau. "Der VfL Bochum ist ein Verein mit überragender Tradition." Daher sei es eine "freudige Entscheidung gewesen, Planungssicherheit und Ruhe in insgesamt unsicheren Zeiten zu geben."
Nicht ohne Grund bezeichnet Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung und für die Finanzen beim VfL zuständig, die Verlängerung als "vorzeitiges Weihnachtsgeschenk." Vonovia sei "ein strategischer Partner, der unser Fundament bildet." Über die Laufzeit ließen sich die Verantwortlichen allerdings nichts entlocken.
Wohl aber, dass die Partnerschaft ligaunabhängig sei. Heißt: Auch beim Worst-Case-Szenario Abstieg könnte Bochum auf Vonovia setzen und hätte zumindest den Hauptsponsor sicher. "Das ist ein Statement, nicht selbstverständlich und das macht auch nicht jeder Partner mit", so Kaenzig.
Erst Ende Mai hatten Bochum und Vonovia kurz vor Saisonende die Partnerschaft verlängert, als eine Art "Rückenwind", wie Fittkau es nachträglich bezeichnet. "Wobei ich natürlich weiß, dass wir aus anderen Gründen die Liga gehalten haben."
Ich finde die Diskussion sehr erwachsen zwischen Stadt und Verein. Wir als Namensgeber sitzen aber natürlich nicht mit am Tisch.
Arnd Fittkau zum Stadionthema.
Zum aktuellen Stadion-Thema gefragt, sagte der Vonovia-Vorstand: "Ich finde die Diskussion sehr erwachsen zwischen Stadt und Verein. Wir als Namensgeber sitzen aber natürlich nicht mit am Tisch."
Seit 2016 ist Vonovia involviert, bis 2026 läuft der Vertrag für die Namensrechte. Wie für den VfL sei aber auch für ihn klar: "Das Ruhrstadion gehört an die Castroper Straße."