Dortmunds Brasilianer Tinga ging in einen Dreikampf mit Florian Kringe und Mats Hummels, blieb dabei ohne „Feindberührung“ mit der Ferse im Rasen hängen und sackte mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen.
An Laufen war nicht mehr zu denken, der kleine Brasilianer musste von Physiotherapeut Frank Zöllner vom Platz getragen werden. Dick bandagiert am linken Knie und am linken Knöchel ging es zur Untersuchung ins örtliche Kreis-Klinikum „Schwarzwald Baar“, wo erste Entwarnung gegeben werden konnte, kein Band war gerissen.
Am gestrigen Mittwoch folgte dann die endgültige Diagnose von BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun. Demzufolge erlitt der 30-Jährige eine Einblutung im Kniekehlenmuskel sowie eine Beschädigung der hinteren Kapsel und eine Knochenstauchung. Aller Voraussicht nach wird der vierfache Nationalspieler der Borussia drei Wochen fehlen.
Damit dürfte der Dauerbrenner – in der vergangenen Spielzeit absolvierte der „Kilometerfresser“ 33 von 34 Partien – dem BVB-Mittelfeld zumindest im DFB-Pokalspiel gegen Rot-Weiss Essen (Samstag, 9. August) fehlen. Doch auch eine längere Pause scheint nicht ausgeschlossen, da Klopp zuletzt immer wieder betonte, Rekonvaleszenten erst dann einsetzen zu wollen, wenn sie den Fitnessstand der restlichen Mannschaft erreicht haben.
Tinga, den Klopp fest als zweiten „Sechser“ neben dem neuen Kapitän Sebastian Kehl eingeplant hatte, ist damit neben Patrick Owomoyela und Nuri Sahin, der derzeit allerdings wieder mit der Mannschaft trainiert, der dritte längerfristige Ausfall der noch jungen Saison.