13.06.2018

Spanien-Beben

Trainer Lopetegui muss vor WM-Start gehen

Foto: Firo

Der spanische Fußballverband hat Trainer Julen Lopetegui noch Beginn der WM rausgeworfen. Der Grund: Sein neuer Job bei Real Madrid.

Der spanische Fußballverband hat sich zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal von seinem Nationaltrainer Julen Lopetegui getrennt. Das teilte Verbandschef Luis Rubiales am Mittwoch mit, nachdem tags zuvor der Wechsel Lopeteguis zu Real Madrid nach der Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben worden war.

"Wir danken Julen für alles, was er getan hat, denn er ist einer der großen Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass wir in Russland sind, aber wir müssen ihn entlassen", sagte Spaniens Verbands-Präsident Luis Rubiales. Es sei eine klare Botschaft vonseiten des Verbandes vonnöten gewesen.

Offenbar hatte Lopetegui die spanischen Verantwortlichen erst fünf Minuten vor Bekanntgabe seines Wechsel zu Real Madrid informiert. Präsident Rubiales fühlte sich deshalb verraten. Der Verbandschef erhob schwere Vorwürfe gegen Real. «Wir hatten überhaupt keine Information über das», sagte Rubiales. «Julen hätte es lieber gehabt, wenn die Dinge anders gehandhabt worden wären.»

Wer die Mannschaft jetzt beim Turnier betreut, war zunächst offen. Auf die Frage, wer das Training am Nachmittag leiten sollte, gab Rubiales auf einer um anderthalb Stunden verschobenen Pressekonferenz keine Antwort. «Wir suchen einen Trainer - von jetzt an», sagte der Verbandschef. Als Kandidat für das Amt gilt U21-Trainer Albert Celades. Die Spieler hätten die Entscheidung der sofortigen Trennung «akzeptiert», sagte Rubiales. «Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen.»

Autor: dpa

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