Für den Zweitligisten ist der Transfer des 32-Jährigen, der den Beinamen "Storch" trägt, ein echter Kracher. Die Vorschusslorbeeren im Verein sind jedenfalls groß: „Wir sind einfach nur glücklich und zufrieden. 'Storch' ist unser absoluter Wunschspieler“, freut sich Geschäftsführer Oliver Herkelmann. Bereits bis 2003 war der Hüne (2,09 m, 103 kg) in Hagen bei Brandt aktiv.
2004 gewann er den nationalen Titel mit den Frankfurt Skyliners. Im Vorjahr glückte ihm das beinahe ein zweites Mal mit den Telekom Baskets, wobei er eine starke Finalserie lieferte. In den Ausscheidungsspielen glückten Kruel 12,8 Punkte und 4,5 Rebounds pro Begegnung, während der regulären Saison gelangen ihm 5,5 Punkte und 2,4 Rebounds.
Entscheidend für Kruels Wechsel vor allem waren die familiäre Situation und die Perspektive, denn im Anschluss an die Profi-Karriere wird er in die sportliche Leitung der "Feuervögel" eingebunden. Dazu Herkelmann: „Storch hat ein Haus in Hagen, in dem er mit seiner Frau Bettina und den beiden Kindern leben möchte. Außerdem war die anschließende Einbindung ins Phoenix-Management ein wichtiges Argument für ihn“. Wie groß die Hoffnungen auf den Neuen sind zeigt auch diese Äußerung des Geschäftsführers: "Storch ist für uns eine absolute Identifikationsfigur und die Führungspersönlichkeit, die wir im letzten Jahr schmerzlich vermisst haben“.
Damit hat der Kader bislang folgende Form, ein US-Guard und ein Backup für die Center-Position können aber noch folgen: Matthias Grothe, Zach Freeman, Chase Griffin, Bernd Kruel (aus Bonn), Thomas Dreesen (aus Herten), Kristof Schwarz, Malte Schwarz (beide aus Wedel), Dominik Spohr, Max Schulze-Pals, Thorben Paulsen, Yannick Opitz.