Die Feierlichkeiten über den Erfolg an der Hafenstraße gingen bei den Rödinghausenern selbstverständlich auch abseits des Platzes weiter.
Zur Verwirrung der anwesenden Journalisten in den Katakomben des Stadion Essens, ertönte aus der Kabine plötzlich die rot-weisse Vereinshymne "Adiole". Die Spieler des SVR feierten mit "oh RWE"-Gesängen ihren Triumph in Essen. Auf RevierSport-Nachfrage sagte Trainer Enrico Maaßen. "Die Jungs freuen sich. Man sollte das jetzt nicht überspitzen."
Doch wie sollen die Rot-Weissen dies einordnen und empfinden, wenn der Gegner den Auswärtssieg mit "Oh RWE"-Gesängen feiert? Auch auf der Pressekonferenz waren die Rödinghauser Jubelarien aus der Spielerkabine zur RWE-Vereinshymne unüberhörbar.
"Wenn man hier gewinnt und sich freut, ist das in Ordnung. Aber es sollte immer respektvoll zugehen. Das ist respektlos", zeigte sich auch Essens Vorsitzender Marcus Uhlig über die Art und Weise der Rödinghauser Siegesparty etwas irritiert.
VfB Homberg-Spieler eskalierten bereits nach dem 2:0-Erfolg vor dem Jahreswechsel
Kurz vor dem Jahreswechsel hatte Aufsteiger VfB Homberg bei Rot-Weiss Essen sensationell mit 2:0 gewonnen und die Spieler sorgten nach der Partie [article=464136]für einen Eklat - ebenfalls in den Katakomben des Essener Stadions[/article]. "Rot-Weiss Essen, f… und vergessen", schallte es laut aus der Gästekabine, nachdem man zuvor den eigenen Verein hat hochleben lassen.
Hombergs Trainer Stefan Janßen zeigte sich darüber nur wenig erfreut. "Wenn ich das gehört hätte, hätte ich es sofort unterbunden“, sagte Janßen, als ihn RevierSport damit konfrontierte. "So etwas macht man nicht."
Diese beiden Beispiele, bei denen Rot-Weiss Essen von den Gegnern verhöhnt und verspottet wurde, beweisen, dass die Furcht vor der legendären Hafenstraße längst verflogen ist. Vier von neun Heimspielen hat RWE in dieser Saison daheim verloren.
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