Dass Holstein Kiel eine schwere Saison ins Haus stehen würde, war abzusehen. Der Aufsteiger ist derzeit Tabellenletzter der Bundesliga, steuert auf den direkten Abstieg zu. Im Jahr 2025 gab es erst zwei Siege für Kiel, einen davon gegen den BVB (4:2).
Trainer Marcel Rapp soll dennoch auf seinem Posten bleiben. Den drohenden Abstieg im Blick, haben die Kieler mit Rapp vorzeitig bis zum 30. Juni 2028 verlängert. "Marcel Rapp arbeitet seit jetzt dreieinhalb Jahren sehr erfolgreich bei Holstein Kiel", sagte Carsten Wehlmann, Geschäftsführer Sport.
Und weiter: "Er hat eine klare Idee von Fußball, ist extrem akribisch und identifiziert sich voll und ganz mit dem Weg, den wir hier seit vielen Jahren leben. Seine Motivation ist, gemeinsam mit seinem Trainerteam die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir sind voll und ganz überzeugt, dass er der richtige Trainer für die KSV ist und den Verein durch ruhige See, aber genauso entschlossen durch stürmische Zeiten führen und weiterhin mit einem klaren Plan vorweggehen wird."
Rapp ist seit Oktober 2021 Trainer der Kieler und hat die Störche zur ersten Bundesliga-Teilnahme in ihrer Historie geführt.
"Seit meinem Antritt hier haben wir alle gemeinsam viele tolle Momente erlebt. Der Verein hat sich auf vielen Ebenen extrem weiterentwickelt und wir befinden uns aktuell auf einer spannenden und herausfordernden Reise, die noch lange nicht zu Ende ist. Meine Arbeit mit den Menschen im Verein und mit dem gesamten Umfeld in Kiel und ganz Schleswig-Holstein erfüllt mich weiterhin mit Freude. Und Kiel ist nicht nur für mich, sondern für meine ganze Familie zu einer zweiten Heimat geworden. Daher möchte ich aus voller Überzeugung den weiteren Weg des Vereins gemeinsam mit meinem großartigen Team auch in Zukunft mitgestalten und dafür meine ganze Energie einsetzen", sagte Rapp.
Vor seiner Zeit bei Holstein Kiel war Marcel Rapp erfolgreich im Nachwuchs der TSG Hoffenheim tätig. Seit 2017 verantwortete er die U19, die er gleich in seiner ersten Saison zur Meisterschaft der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga führte.
Darüber hinaus bestritt er mit seinem Team in der darauffolgenden Saison neun Partien in der UEFA Youth League, u.a. gegen die Juniorenteams von Real Madrid, Manchester City und den FC Porto, gegen die die TSG als zweites deutsches Team in der Geschichte erst im Halbfinale aus dem Wettbewerb ausschied. Außerdem gehörte er in der Saison 2019/20 zeitweise zum Trainerstab, der die Profi-Mannschaft der TSG Hoffenheim in die Euro League führte.