17.05.2018

BVB

Warum Nuri Sahin einen Fan mit in die Kabine nahm

Foto: Marlon Irlbacher

Beim Benefizturnier des Oberligisten Westfalia Herne gab sich Bundesligist Borussia Dortmund die Ehre und machte viele Fans glücklich - einen ganz besonders.

Eigentlich war alles wie immer. Ein Bundesligist gibt sich die Ehre bei einem Benefizturnier eines finanziell angeschlagenen Amateurklubs, die Spieler geben nach der Partie Autogramme und verschwinden schnell wieder im Bus, nachdem sie ihre Pflicht erfüllt haben.

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Doch an diesem Donnerstag im Sportpark Wanne-Eickel zeigte zumindest eine Aktion von BVB-Urgestein Nuri Sahin, dass es auch ganz anders laufen kann. "Ich bin einfach schnell durchs Tor gerannt, als es einen Spalt weit offen war und schon war ich auf dem Rasen" erklärt ein BVB-Fan ganz aufgeregt nach dem Turnier.

Das zeigt eben doch, dass es noch echte Legenden im Fußball gibt!
Ein BVB-Fan, nachdem Nuri Sahin ihn mit in die Mannschaftskabine nahm

In der Hand hält er ein schwarzgelbes Trikot mit der Nummer acht und dem Namen "Sahin". "Es ist das Echte von Nuri", berichtet er stolz. Der 28-Jährige ist knapp 400 Kilometer von Hamburg nach Herne gefahren, nur um seinen BVB bei einem Benefiz-Turnier spielen zu sehen. Auf seinem Trikot prangt "Mein Leben 09", auf dem Oberschenkel hat er das Emblem von Borussia Dortmund tätowiert.

"Als ich auf dem Rasen stand, habe ich Nuri Sahin angesprochen und ihn gefragt, ob ich sein Trikot haben kann" erzählt der Fan weiter. "Nuri wollte es mir eigentlich nicht geben, aber ich habe ihm mein Tattoo auf dem Oberschenkel gezeigt". Dortmund sei "sein Leben" eröffnet er weiter und er würde alles dafür tun, um das heilige Stück Stoff zu ergattern.

Freudentränen in den Augen

Dann geschieht etwas, womit der Hamburger in den tiefsten Träumen nicht gerechnet hätte. "Plötzlich schaut Nuri mich an und sagt "Komm gleich mit in die Kabine"". Der junge Mann traut seinen Augen und Ohren nicht und folgt Sahin - an Securities und Pressevertretern vorbei - bis in die Kabine des BVB.

"Dann gab er mir sein Trikot und hat sich für die Unterstützung bedankt", erklärt er unter Freudentränen. Nachdem er Yarmolenko, Sancho und Co. noch hallo sagen durfte, verließ der Fan dann strahlend über alle Ohren die Kabine des Bundesligisten. "Das zeigt eben doch, dass es noch echte Legenden im Fußball gibt", schwärmt er danach. Eines ist klar: Nuri Sahin, der schon als kleiner Junge in der Jugend des BVB spielte, ist so eine Legende und hebt sich mit solchen Aktionen von alltäglichen Profis des heutigen Fußballgeschäfts ab.

Autor: Marlon Irlbacher

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