16.05.2018

BVB U19

Hoffmann war stolz nach der verpassten Sensation

Foto: Sven Bednarz

Die U19 von Borussia Dortmund hat sich nach der 0:4-Hinspielniederlage mit einem beachtlichen 3:1 (1:0)-Sieg gegen Hertha BSC von den Titelträumen verabschiedet.

In den ersten 20 Minuten des Entscheidungsspiels um den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft sah alles danach aus, als würden die Hauptstädter vor 715 Zuschauern keinerlei Zweifel an einem Berliner Weiterkommen aufkommen lassen. Der dribbelstarke Jungprofi Dennis Jastrzembski leitete unzählige Angriffe der Herthaner ein und erzielte in der 19. Spielminute beinahe selbst die 1:0-Führung für die Gäste.

Nur zwei Minuten nach Jastrzembskis Großchance markierte Enrique Pena Zauner die überraschende BVB-Führung, die Dortmunds Top-Torjäger Emre Aydinel in der 71. Spielminute noch in die Höhe schrauben konnte. Als David Kopacz zehn Minuten vor Schluss mit einem traumhaften Distanzschuss gar das 3:0 für die Hausherren markieren konnte, glaubten die Schwarz-Gelben an die ganz große Sensation.

Vergeblich. Wenige Augenblicke vor dem Ende der Partie stellte Herthas Muhamed Kiprit die alte Tordifferenz wieder her und begrub mit seinem insgesamt dritten Halbfinaltreffer jegliche Titelhoffnungen des BVB. Dass den Hauptstädtern trotz des Finaleinzugs die letzte Zielstrebigkeit im letzten Drittel fehlte, musste Defensivmann Florian Krebs nach Spielschluss ehrlich eingestehen. "Dortmund hat es gut ausgespielt, jede Chance genutzt. Wir haben nichts genutzt", gab der Berliner selbstkritisch zu.

BVB-Trainer Benjamin Hoffmann lobte seine Mannschaft nach dem starken Auftritt indes in den höchsten Tönen. Hoffmanns Lobeshymne im Wortlaut: "Ich bin erstmal wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, dass sie sich den Respekt zurückerarbeitet hat nach dem Hinspiel. Das haben die Jungs fantastisch gemacht. Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert. Wenn Berlin hier vom Platz geht und durchschnauft, dann haben wir alles richtig gemacht."

Herthas Hartmann will den Sieg gegen Schalke

Auf die Frage, ob Freude oder Frust nach dem starken Auftritt im Rückspiel überwiegen, sagte der 38-Jährige: "Diesmal überwiegt die Freude. Der Frust ist eher der, dass wir es im Hinspiel nicht so gemacht haben, wie wir es uns vorgestellt haben." Herthas Michael Hartmann sprach hingegen von einem schweren Spiel, das er genauso erwartet habe, befand aber auch: "Wenn man beide Spiele sieht, sind wir verdient weitergekommen." Der Hertha-Trainer weiter: "Ich freue mich für die Jungs und für den Verein."

In elf Tagen reist die Hertha dann erneut Richtung Ruhrgebiet, wenn es zum absoluten Showdown mit der U19 vom FC Schalke 04 kommt. Krebs erwartet ein "schweres Spiel", sein Trainer hat dennoch ein klares Ziel vor Augen. Hartmann: "Wenn du im Finale stehst, willst du die Meisterschaft auch holen." Dass es eine ähnlich schwierige Partie wie bei der Borussia werden dürfte, betonte der 43-Jährige zugleich: "Es wird auch wieder ein Spiel auf Augenhöhe sein, wo Kleinigkeiten eine große Rolle spielen."

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