21.04.2018

Schalke

Tedesco schwört seine Mannschaft auf Köln ein

Foto: firo

Nach dem Pokal-Aus hat der Trainer eine Sitzung einberufen. Spieler sollen Köpfe freibekommen.

Domenico Tedesco greift gerne in die Trick-Kiste. Einmal ließ Schalkes Trainer seine Profis Laufschuhe anziehen. Anstatt die Laufeinheit zu starten, bog Tedesco dann aber nach ein paar Metern in einen anderen Raum am Trainingszentrum ein. Die Überraschung war gelungen: Der 32-Jährige hatte heimlich ein Burger-Essen für die Profis vorbereitet.

Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr/Sky) beim Tabellenletzten 1. FC Köln gab es für Schalkes Fußballer keine amerikanischen Spezialitäten, sondern warme Worte. Tedesco nutzte die Gelegenheit, seine Mannschaft nach dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Frankfurt (0:1) in einer Sitzung einzuschwören und dabei darauf hinzuweisen, was Schalke in dieser Saison bereits geleistet hat. „Ich habe gewisse Themen angesprochen und nach vorne geblickt. Es ist wichtig, das Ganze richtig einzuordnen“, erklärt Tedesco. Seinen Spielern gab er mit auf den Weg: „Wir stehen vier Spiele vor Schluss auf Platz zwei. Genau diesen Weg wollen wir fortführen.“

Embolo fühlt sich einsatzbereit

Und wie kamen Tedescos Sätze an? „Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft danach sehr gut drauf war. Wir werden mit freiem Kopf wieder richtig Gas geben“, sagt Domenico Tedesco voller Überzeugung. Für ihn wäre der Einzug in die Champions League der bisher größte Erfolg seiner noch jungen Trainer-Karriere. Personell kann er in Köln aus dem Vollen schöpfen. Stürmer Breel Embolo (Muskelfaserriss) trainierte am Freitag individuell und stellte fest: „Es sieht gut aus. Die letzte Entscheidung trifft der Trainer.“

Was auch für die Besetzung der Sechser-Position gilt. Dort erhielt Nabil Bentaleb zuletzt den Vorzug vor Max Meyer, „weil Nabil in Sachen Frische und Agilität die Nase vorne hat“, sagt Tedesco. Trotzdem darf Meyer, der zwei Angebote zur Vertragsverlängerung ablehnte, hoffen, doch noch einmal ins Team zu kommen. Tedesco: „Es kann sein, dass wir rotieren, es muss aber nicht.“

Autor: Thomas Tartemann

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