05.06.2018

Relegation

Ein Essener Verein muss in die Kreisliga A

Foto: Stefan Schinken

In der Relegation kämpfen die Essener Vereine SC Phönix und der TuS 84/10 Bergeborbeck um den Bezirksliga-Klassenerhalt.

In der Relegation gegen den Abstieg aus der Bezirksliga kommt es am Mittwoch (19 Uhr) und Samstag (17 Uhr, beide Spiele live im RevierSport-Ticker) zu einem Essener Duell. Der SC Phönix Essen trifft auf TuS 84/10 Bergeborbeck. Beide Mannschaften beendeten die Saison in ihrer Staffel auf Platz 15 und müssen jetzt nachsitzen. Positiv ist die Stimmung vor diesem entscheidenden Duell aber nur beim Klub von der Raumerstraße.

Wovor sollen wir noch Angst haben?
Arndt Krosch

Phönix gibt sich sich angriffslustig vor dem Hinspiel am Mittwoch (06.06., 19:00 Uhr) auf der Helmut-Rahn-Sportanlage. "Die Stimmung ist super. Warum auch nicht? Wovor sollen wir noch Angst haben?", sagt Phönix-Trainer Arndt Krosch. Seine Mannschaft hatte am letzten Wochenende spielfrei. Phönix sagte sein Spiel beim 1. FC Wülfrath ab. "Wir hatten neun Spieler, die nicht spielen konnten. Da unser Kader sehr klein ist, blieben nur noch zehn Akteure übrig. Deshalb haben wir abgesagt", erklärt Krosch. Stattdessen nutzten die Grün-Weißen die Zeit, um die potentiellen Relegations-Gegner zu beobachten. Platz 15 war ohnehin schon gesichert.

Das ist mental eine schwierige Situation.
Olaf Rehmann

Ein Luxus, den Kroschs Gegenüber Olaf Rehmann nicht genießen konnte. Seiner Elf steckt ein schwieriger Saisonabschluss in den Knochen. Zum Ende gab es ein 3:3-Unentschieden gegen den VfB Lohberg. Durch die Punkteteilung verspielte der TuS sogar noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt. "Vor fünf Wochen hätten wir die Relegation gerne noch genommen. Jetzt sind wir aber durch das Unentschieden betrübt. Das ist mental eine schwierige Situation", gibt Rehmann zu. Trainer-Kollege Krosch lobte dennoch das Auftreten vom TuS 84/10: "Sie haben ein gutes Spiel gemacht, haben es aber verpasst, den Sack zu zu machen."

Vor der Relegation geht es für beide Trainer in erster Linie darum, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen. Bei Phönix kehren vier Spieler zurück, Krosch kann also mit einem 14-Mann-Kader planen. Auch Rehmann hat mit Verletzten zu kämpfen. "Wir müssen nochmal alles mobilisieren. Aber erstmal müssen wir eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammen kriegen", sagt er.

Vermeintlicher Vorteil für den TuS

Mit Blick auf das sportliche Kräftemessen sagt Rehmann: "Die beiden Spiele werden durch Kleinigkeiten entschieden werden. Solche Partien leben vom frühen Verlauf und vom Spielglück." Dass er mit seinem Team zunächst das Auswärtsspiel bestreitet, sieht er nicht als Vorteil an. Anders als Krosch, der sich gezwungen sieht, zunächst darauf zu setzten, kein Gegentor zu bekommen.

Das Rückspiel findet dann am kommenden Samstag statt. Allerdings nicht auf der heimischen Anlage in Bergeborbeck. Dort ist der Platz aktuell nicht bespielbar. Stattdessen weicht man auf den Kunstrasenplatz an der Stankeitstraße aus. Vielleicht gleicht das den vermeintlichen Nachteil für Phönix Essen wieder aus.

Autor: Marco Hintermüller

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