29.09.2016

RWE

Rechtsstreit mit Uwe Harttgen ist beigelegt

Foto: Tillmann

Das Theater zwischen dem Regionalligisten Rot-Weiss Essen und seinem ehemaligen Manager Uwe Harttgen ist beendet.

Ursprünglich sollte am 6. Oktober am Essener Landgericht das mit Spannung erwartete Urteil verkündet werden.

In diesem Streitfall ging es um eine Summe von etwa 250.000 Euro. Der Prozess wurde zuletzt im August verschoben, da Harttgen einen Antrag auf Klageerhöhung gestellt hat.

Der Ex-Profi Harttgen hatte gegen seine fristlose Kündigung bei Rot-Weiss Essen Klage beim Landgericht in Essen eingereicht. Harttgen pochte auf die Fortzahlung seiner Bezüge plus Prämien bis zum eigentlichen Vertragsende am 30. Juni 2017.

RWE hatte Harttgen im März 2015 wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen den Dienstvertrag die fristlose Kündigung ausgesprochen. Zuvor hatte der ehemalige Bremer den Vertrag von Ex-Trainer Marc Fascher eigenmächtig verlängert. Präsident Michael Welling und der Essener Aufsichtsrat wurden über diesen Schritt nicht informiert. Vielmehr hatte der Aufsichtsrat in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand die Verlängerung explizit abgelehnt. Dies bestreitet Harttgen. Er behauptet, den Vertrag unverzüglich an Claudia Gerig, Assistentin der Geschäftsführung von RWE, weitergeleitet zu haben.

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Immer wieder ging es hin und her, öffentlich äußerte sich Harttgen niemals zu dem Fall. Jetzt wurde alles still und heimlich hinter verschlossenen Türen geklärt. Rund 18 Monate nach Beginn des Prozesses gab es einen kurzen Zweizeiler vom Verein, in diesem stand: "Rot-Weiss Essen und Uwe Harttgen haben ihren Rechtsstreit einvernehmlich beigelegt. Beide Parteien wünschen einander für die Zukunft alles Gute."

Vom Verein gab es auch keine weiteren Aussagen zu diesem Thema. Daher kann man davon ausgehen, dass beide Seiten einen Vergleich geschlossen haben, der beinhaltet, dass öffentlich nicht mehr über diesen Fall gesprochen wird. Zuletzt war Rot-Weiss Essen sehr zuversichtlich, diesen Rechtsstreit gewinnen zu können. Sowohl im Juni als auch im August sagte Essens Präsident Michael Welling, dass auch die Beobachter dieser Geschichte davon ausgehen, dass das Gericht pro RWE entscheiden wird. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Essener den Großteil der Summe, um die es in diesem Fall ging, nicht zahlen müssen. Ansonsten wäre RWE diesen Vergleich kurz vor dem finalen Termin am 6. Oktober sicher nicht eingegangen...

Autor: Christian Brausch

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