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Hockeyfrauen verpassen Bronze
Normalform erst nach der Pause

Olympia: Hockeyfrauen verpassen Bronze
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Die deutschen Hockeydamen haben bei den Olympischen Spielen in Peking die Bronzemedaille verspielt und das Turnier vier Jahre nach dem Triumph von Athen nur als undankbare Vierte abgeschlossen. Die Europameisterinnen unterlagen im "kleinen Finale" Vizeweltmeister Argentinien nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit mit 1:3 (0:2).

Anke Kühn (45.) erzielte das einzige Tor für das deutsche Team, das wenigstens nach der Pause Normalform erreichte und mehrmals dem Ausgleich nahe war. Rosario Luchetti (11.), Carla Rebecchi (22.) und Noel Barrionuevo (63.) waren für Argentinien erfolgreich, das seinen dritten Platz von 2004 wiederholte. Bereits in der Vorrunde hatten sich die "Leonas" mit 4:0 gegen die Auswahl von Bundestrainer Michael Behrmann durchgesetzt. Die deutsche Mannschaft schien zunächst geistig überhaupt nicht auf dem Platz zu sein. Sie spielte wie mit unsichtbaren Rucksäcken auf dem Rücken. Es gab kein Tempo in den Angriffsaktionen, die Abwehr wirkte unkonzentriert und in Zweikämpfen waren die Europameisterinnen meist nur zweiter Sieger. Da auch die Argentinierinnen nicht wirklich überzeugten, entwickelte sich eine überwiegend unansehnliche Partie. Dazu passte die traurige Kulisse von maximal 2000 Zuschauern, die weitgehend schweigend auf ihren Plätzen saßen. Champions-Trophy-Sieger Argentinien hatte vom Anpfiff an das Spiel sicher im Griff und bemühte sich immerhin um Offensivaktionen. Allerdings profitierten sie dabei auch von zahlreichen Fehlern in der im bisherigen Turnierverlauf so starken deutschen Defensive. Nachdem die ersten beiden Strafecken noch ohne Erfolg geblieben waren, traf Luchetti schließlich beim dritten Versuch. Auch hierbei sah die Abwehr nicht gut aus. Beim zweiten Treffer staubte Rebecchi nur ab, nachdem die alleingelassene Torfrau Kristina Reynolds zuvor noch klären konnte. In der Pause muss es in der deutschen Kabine ordentlich gerappelt haben, jedenfalls kamen die Spielerinnen mit wesentlich mehr Engagement in die zweite Halbzeit und bemühten sich um den Anschlusstreffer. Maike Stöckel verpasste nur zwei Minuten nach Wiederbeginn die größte deutsche Chance, als sie freistehend am Tor vorbeischoss. Bei Kühns Anschlusstreffer gab es noch einen Moment der Unsicherheit. Der Videobeweis zeigte aber, dass die Kugel bei dem harten Schuss knapp im Schusskreis rollte. In der Folge kämpfte die Mannschaft unverdrossen um den Ausgleich, scheiterte aber an ihrer schwachen Chancenauswertung. Nach dem dritten argentinischen Treffer im Anschluss an die vierte Strafecke war der Traum von der Olympiamedaille geplatzt.

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