Die Goldmedaille holte sich mit 94,575 Zählern erwartungsgemäß Top-Favorit Wei Yang aus China. Der Mehrkampf-Weltmeister ließ den Japaner Kohei Uchimua (91,975) und Benoit Caranobe aus Frankreich (91,925) deutlich hinter sich. Einen guten Sechskampf turnte Philipp Boy aus Cottbus, mit 90,675 Zählern landete der deutsche Vize-Meister auf einem ordentlichen 13. Platz. Hambüchen, dessen kleiner Finger der linken Hand wegen einer im Mannschaftsfinale erlittenen Verletzung getaped war, hatte nach zwei von sechs Durchgängen nur auf Rang 18 unter 24 Startern gelegen. Danach kämpfte sich der Reck-Europameister von Gerät zu Gerät weiter nach vorn. Ausgerechnet am "Königsgerät" aber musste er schon nach dem ersten Flugteil vorzeitig absteigen.
Die olympischen Kunstturn-Wettbewerbe werden am Freitag (11.15 Uhr/05.15 Uhr MESZ) mit der Mehrkampf-Entscheidung der Frauen fortgesetzt. Für den Deutschen Turner-Bund geht Sprung-Europameisterin Oksana Chusovitina aus Köln an die Geräte. Am Sonntag (18.00 Uhr/12.00 Uhr MESZ) bestreitet Hambüchen sein Finale am Boden. Der Endkampf beim Sprung mit Chusovitina steht um 18.45 Uhr/12.45 Uhr MESZ) auf dem Programm.