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DHB: Steinbach will Familien-Tradition fortführen
"Hoffentlich nehme ich etwas Glänzendes mit"

DHB: Steinbach will Familien-Tradition fortführen
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Nun ist sie also da, im olympischen Dorf in Peking. Und so richtig kann Laura Steinbach das alles noch nicht fassen. "Das ist etwas ganz besonderes, mein erstes großes Turnier", berichtet die linke Rückraumspielerin mit leuchtenden Augen. Dabei sein ist zwar nicht alles, aber ihr bedeutet es schon verdammt viel.

Schließlich hat die gebürtige Homburgerin harte Monate hinter sich. Im Februar 2007 verletzte sie sich am Kreuzband, von der Nationalmannschaft war sie so weit entfernt wie ihre Heimatstadt von China. Doch in der Rückrunde fand sie mit Bayer Leverkusen wieder zur Topform. "Ich hätte nicht mit der Nominierung gerechnet und bin sehr überrascht. Das ist einfach der Wahnsinn", betont die 23-Jährige.

Die vier freien Tage vor dem Abflug am Freitag nutzte sie, um umzuziehen. "Das war leider nicht ganz so stressfrei, aber das Umzugs-Team hat das meiste hingekriegt. Und genau genommen war es eine gute Ablenkung", fiebert Steinbach dem Abenteuer Olympia schon lange entgegen.

Dafür nahm sie gerne in Kauf, dass sie ihren Geburtstag am gestrigen Samstag nicht im Kreis der Familie begehen konnte. "Das ging schon", lächelt die Jüngste in der Nationalmannschaft. Schließlich darf sie sich als festes Team-Mitglied fühlen, obwohl sie ihre bisherigen Länderspiel-Einsätze an beiden Händen abzählen kann. "Die Mädels helfen mir sehr. Bei dieser Truppe ist es sehr einfach dazuzugehören", schwärmt Steinbach.

Und so ganz ohne die Familie muss sie auch im fernen Asien nicht auskommen: Vater Klaus, einst NOK-Präsident und nun Mitglied der Medizinischen Kommission des IOC, wird sich während der Spiele regelmäßig in der Halle blicken lassen. "Wenn er Zeit hat, kommt er auf jeden Fall vorbei", berichtet die Studentin. Viel zu sagen hat der Funktionär bei seiner Tochter aber nicht: "Da er vom Schwimmen kommt, darf er sich beim Handball nicht so einmischen."

Dabei ist ihr alter Herr durchaus ein erfahrener Olympionike: 1972 gewann er in München mit der 4x200 Meter-Freistilstaffel Silber, 1976 in Montreal Bronze mit der 4x100 Meter-Lagenstaffel. Ihre Tante Angela räumte 1972 nebenbei Bronze mit der 4x100 Meter-Freistilstaffel ab. "Hoffentlich nehme ich auch etwas Glänzendes mit", lächelt die Nachwuchs-Hoffnung aus dem Hause Steinbach.

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