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Franke kritisiert erneut das Doping-Kontrollsystem
"Nur Besoffene und Doofe mit positiven Befunden"

Doping: Franke kritisiert erneut das Kontrollsystem
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Nach dem Ende der Olympischen Spiele in Peking hat Anti-Doping-Kämpfer Werner Franke seine Kritik am Kontrollsystem erneuert und in Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth eine Mitstreiterin gefunden.

Es sei an der Zeit, "die Doppelbödigkeit der meisten Funktionäre, die sich bis nach oben in die Weltdachverbände zieht, zu überdenken und abzuschaffen", sagte Nasse-Meyfarth am Montagabend im Hessischen Rundfunk. "Denn durch die Doppelzüngigkeit wird verhindert, dass durch die Dachverbände in allen Ländern eine standardisierte Kontrolle eingeführt wird." Dass IOC-Präsident Jacques Rogge und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, die Spiele als sauber und den Kampf gegen Doping als erfolgreich darstellten, kommentierte Franke gewohnt drastisch: "Das ist schon nicht mehr Volksverdummung, das ist Völkerverdummung auf höchstem Niveau." Bereits vor den Sommerspielen, bei denen es bislang zehn positive Tests gab, hatte der Heidelberger Molekular-Biologe Franke die 4500 Dopingproben unwirksam genannt. "Jeder weiß doch, dass nur Besoffene und Doofe da anreisen mit positiven Befunden." Die ehemalige Hochspringerin Nasse-Meyfarth, die 1972 in München und 1984 in Los Angeles Gold gewann, hält große Sportereignisse ohne Doping für einen fernen Traum: "Das wird noch lange Wunschdenken bleiben, wenn die WADA da keine Macht hat, das durchzuziehen. Wenn die Dachverbände, die ihre Medaillen haben wollen, egal wie, nicht dahinterstehen, wird sich daran nichts ändern."

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